Bulgarien lehnt höhere Glücksspielsteuern ab: Sorge vor dem Schwarzmarkt überwiegt
KI-GENERIERTDie bulgarische Regierung stoppt Pläne für eine Steuererhöhung auf 30 Prozent GGR. Offizielle warnen, dass der illegale Markt bereits bei 40 Prozent liegt.
In Sofia hat die bulgarische Regierung die Forderungen der Opposition abgelehnt, die Steuern auf Online-Glücksspiele weiter anzuheben. Trotz des massiven Drucks der Parteien Demokratisches Bulgarien und Wir setzen den Wandel fort, die steuerliche Belastung für die Betreiber drastisch zu verschärfen, blieb das Finanzministerium standhaft. Die Verantwortlichen befürchten, dass eine zu hohe Steuerlast das legale Geschäft massiv einschränken und Spieler vermehrt zu unlizenzierten Schwarzmarkt-Anbietern treiben könnte. Diese Entscheidung fällt in eine Phase, in der Bulgarien seine gesamte Glücksspielgesetzgebung kritisch überprüft.
Es handelt sich um ein klassisches Regulierungsdilemma: Einerseits besteht der Wunsch nach maximalen Steuereinnahmen und einem strengen Jugendschutz, andererseits droht bei übermässiger Regulierung die Abwanderung in den unkontrollierten Graumarkt. Die bulgarischen Behörden haben sich nun deutlich für die Sicherung der Kanalisierungsrate entschieden. Damit bleiben die erst kürzlich vorgenommenen Anpassungen vorerst bestehen. Während die Betreiber der Branche aufatmen, wird die politische Debatte über die Beschränkung von Glücksspielwerbung im öffentlichen Raum weiterhin hitzig geführt.
Zahlen und Fakten
Die Vorschläge der Opposition waren weitreichend: Geplant war eine Erhöhung der Steuer auf den Bruttospielertrag (Gross Gaming Revenue, GGR) von aktuell 25 Prozent auf insgesamt 30 Prozent. Darüber hinaus sollten die Lizenzgebühren für die Betreiber nahezu verdoppelt werden. Das Finanzministerium hielt diese Massnahmen jedoch für kontraproduktiv.
Häufige Fragen
Lehnt die bulgarische Regierung eine Steuererhöhung auf Online-Glücksspiele ab?
Ja, die bulgarische Regierung hat Forderungen der Opposition nach einer Steuererhöhung auf Online-Glücksspiele abgelehnt. Das Finanzministerium befürchtet, dass höhere Steuern das legale Geschäft einschränken und Spieler zum Schwarzmarkt treiben könnten.
Welche Steuererhöhung war für Online-Glücksspiele in Bulgarien vorgeschlagen worden?
Die Opposition schlug eine Erhöhung der Steuer auf den Bruttospielertrag (GGR) von aktuell 25 Prozent auf 30 Prozent vor. Zusätzlich sollten die Lizenzgebühren für Betreiber nahezu verdoppelt werden.
Was befürchten die bulgarischen Behörden bei einer Steuererhöhung?
Die Verantwortlichen befürchten, dass eine zu hohe Steuerlast das legale Glücksspielgeschäft massiv einschränken würde. Dies könnte dazu führen, dass Spieler verstärkt zu unlizenzierten Schwarzmarkt-Anbietern abwandern.
Welche Rolle spielt die Kanalisierungsrate in dieser Entscheidung?
Die bulgarischen Behörden haben sich dafür entschieden, die Kanalisierungsrate zu sichern. Dies bedeutet, dass sie die Abwanderung in den unkontrollierten Graumarkt verhindern möchten, anstatt höhere Steuereinnahmen anzustreben.
Wie unterscheidet sich die Situation in Bulgarien von der in Deutschland?
In Bulgarien werden derzeit keine höheren Glücksspielsteuern erhoben, um den Schwarzmarkt einzudämmen. In Deutschland regelt der Glücksspielstaatsvertrag (GlüStV 2021) die Besteuerung und Regulierung, und die GGL vergibt Lizenzen an legale Anbieter.
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Über die Autorin

Lisa Lustich
Chefredakteurin & Casino-Testerin
Lisa Lustich testet seit 1997 deutschsprachige Online-Casinos und leitet die Redaktion von Lustich.de. Über 400 veröffentlichte Reviews, zertifizierte Spielerschutz-Beraterin (BZgA-Schulung 2019).
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