Spielsucht-Rehaklinik in Deutschland: Liste 2026

Pathologisches Glücksspiel ist seit dem Jahr 2001 in Deutschland als eigenständige Krankheit anerkannt. Betroffene leiden oft unter einem massiven Kontrollverlust beim Aufenthalt in Online-Casinos oder an Spielautomaten. Der Gesetzgeber reguliert den Markt über den Glücksspielstaatsvertrag 2021 sehr streng. Ziel ist der Schutz der Spieler vor Überschuldung und sozialem Abstieg. Wer die Kontrolle verliert, findet in Deutschland ein dichtes Netz an Hilfsangeboten. Eine stationäre Rehabilitation dauert meist acht bis zwölf Wochen. In dieser Zeit arbeiten Therapeuten intensiv mit den Patienten an den Ursachen der Sucht. Oft liegen Begleiterkrankungen wie Depressionen oder Angststörungen vor. Die Kliniken bieten einen geschützten Raum ohne Zugang zu Glücksspielen jeglicher Art. Die Rentenversicherung übernimmt die Kosten, wenn die Erwerbsfähigkeit gefährdet ist. Krankenkassen springen ein, wenn die Heilbehandlung im Vordergrund steht. Der erste Weg führt meist zu einer Suchtberatungsstelle vor Ort. Dort erstellen Experten einen Sozialbericht für den Rentenversicherungsträger. Ohne diesen Bericht ist eine Aufnahme in eine Fachklinik kaum möglich. Die Wartezeiten schwanken je nach Region zwischen vier und sechzehn Wochen. Eine frühzeitige Antragstellung sichert schnelle Hilfe. Viele Patienten haben bereits hohe Schulden angehäuft. Die Kliniken arbeiten daher oft mit Schuldnerberatungen zusammen. Ein strukturierter Tagesablauf hilft den Patienten bei der Rückkehr in ein geregeltes Leben. Sporttherapie, Ergo- und Gruppengespräche bilden das Gerüst der Behandlung. Medikamente kommen nur in schweren Fällen zum Einsatz. Der Verzicht auf das Smartphone ist in der Anfangsphase oft Pflicht. Dies verhindert den Zugriff auf illegale Casino-Apps ohne deutsche Lizenz. Anbieter aus Curaçao oder Malta locken oft mit hohen Boni trotz Spielersperre. Solche Angebote sind in Deutschland illegal und gefährden den Therapieerfolg massiv. Die Rückfallquote ist bei Spielsucht ohne professionelle Hilfe leider sehr hoch.
Gesetzliche Rahmenbedingungen und Kostenübernahme nach Paragraf 1 GlüStV
Der Glücksspielstaatsvertrag 2021 bildet die rechtliche Basis für den Spielerschutz in Deutschland. In Paragraf 1 werden die Ziele der Suchtprävention und Suchtbekämpfung klar definiert. Wer sich in eine stationäre Behandlung begibt, nutzt ein System, das durch Abgaben der legalen Anbieter mitfinanziert wird. Die Kosten für einen Tag in einer Fachklinik belaufen sich auf etwa 150 bis 250 Euro. Bei einer achtwöchigen Kur entstehen somit Kosten von über 10.000 Euro. Diese Summe müssen Patienten nicht selbst tragen. Voraussetzung ist eine medizinische Notwendigkeit nach ICD-10 Code F63.0. Der Kostenträger prüft den Antrag innerhalb weniger Wochen. Eine Ablehnung ist selten, wenn der Sozialbericht schlüssig ist. Patienten haben ein Wunsch- und Wahlrecht bei der Klinikwahl. Das bedeutet, man kann eine bestimmte Einrichtung im Antrag benennen. Die Deutsche Rentenversicherung Bund ist der größte Träger dieser Maßnahmen. Auch die regionalen Träger wie die DRV Nord oder DRV Bayern Süd finanzieren Behandlungen. Während der Reha erhalten Arbeitnehmer Übergangsgeld. Dieses liegt bei etwa 68 bis 75 Prozent des letzten Nettoeinkommens. So ist die finanzielle Basis der Familie gesichert. Selbstständige haben es oft schwerer, da sie eine Krankentagegeldversicherung benötigen. Die Klinik unterstützt auch bei der Klärung von Rechtsfragen. Illegale Verluste bei Anbietern ohne GGL-Lizenz lassen sich manchmal zivilrechtlich zurückfordern. Dies ist jedoch kein Standardbestandteil der klinischen Therapie. Der Fokus liegt ganz klar auf der psychischen Stabilisierung. Ein Rückfall während der Reha führt meist zum sofortigen Abbruch. Die Kliniken führen regelmäßige Kontrollen durch. Wer die Regeln bricht, muss die Einrichtung verlassen. Disziplin ist der Schlüssel zum langfristigen Ausstieg aus der Suchtspirale.
Spezialisierte Fachkliniken für Glücksspielsucht im Überblick 2026
In Deutschland gibt es mehrere Kliniken mit hervorragendem Ruf für Spielsüchtige. Die Fachklinik Münchwies im Saarland gilt als eine der erfahrensten Adressen. Sie bietet spezielle Gruppen nur für pathologische Spieler an. In Nordrhein-Westfalen ist die Fachklinik Johannesbad in Bad Fredeburg führend. Hier liegt der Fokus auf der Kombination von Sucht und Mediensucht. Viele junge Männer verbringen dort mehrere Monate. Die AHG Klinik im Odenwald betreut ebenfalls viele Patienten mit Glücksspielproblemen. In Bayern ist die Fachklinik Furth im Wald eine wichtige Anlaufstelle. Dort gibt es spezielle Angebote für Patienten mit Schuldenproblematik. Die Kliniken in Norddeutschland sind oft kleiner, bieten aber eine sehr persönliche Betreuung. Die Fachklinik am Kyffhäuser in Thüringen arbeitet nach modernsten wissenschaftlichen Standards. Alle diese Häuser sind von der Rentenversicherung anerkannt. Die Liste der Kliniken wird regelmäßig von der GGL und der BZgA geprüft. Patienten sollten darauf achten, dass die Klinik Mitglied im Fachverband Glücksspielsucht ist. Dies garantiert eine hohe Qualität der Therapie. Viele Kliniken bieten auch eine intensive Nachsorge an. Diese findet meist ambulant am Wohnort statt. Ohne Nachsorge liegt die Rückfallquote innerhalb des ersten Jahres bei über 60 Prozent. Mit Nachsorge sinkt dieser Wert deutlich auf unter 30 Prozent. Die Gemeinschaft der Anonymen Spieler bietet zudem eine wertvolle Ergänzung. Die Kliniken vermitteln oft den Kontakt zu diesen Selbsthilfegruppen. So entsteht ein stabiles Netz für die Zeit nach der Entlassung. Der Übergang in den Alltag ist die kritischste Phase. Viele Kliniken simulieren diesen Übergang durch Belastungserprobungen an Wochenenden. Die Patienten fahren nach Hause und kehren am Sonntagabend zurück. Dort besprechen sie ihre Erfahrungen mit den Therapeuten. Gab es Suchtdruck vor dem PC? War der Gang am Wettbüro ein Problem? Solche Fragen stehen im Mittelpunkt der Reflexion.
Der Weg in die Klinik: Von der Diagnose zur Aufnahme
Zuerst stellt der Hausarzt oder ein Psychiater eine Verdachtsdiagnose. Er überweist den Patienten an eine spezialisierte Suchtberatungsstelle. Die Berater dort wissen genau, welche Unterlagen die Rentenversicherung benötigt. Der Patient muss einen ausführlichen Selbstbericht verfassen. Darin beschreibt er seinen Lebenslauf und die Entwicklung der Sucht. Wie viel Geld wurde verspielt? Welche sozialen Kontakte gingen verloren? Diese Ehrlichkeit ist schwer, aber notwendig für den Erfolg. Der Berater fügt seine fachliche Einschätzung hinzu. Dann geht der Antrag zur Post. Nach etwa vier Wochen kommt der Bescheid. Bei einer Zusage erfährt der Patient auch den Namen der Klinik. Ein Termin zur Aufnahme folgt kurz darauf. Manche Häuser haben Sofortaufnahmen für Akutfälle. Dies gilt vor allem bei Suizidgefahr durch hohe Schulden. Die stationäre Hilfe ist dann lebensrettend. In der Klinik erfolgt am ersten Tag eine gründliche Untersuchung. Blutwerte und körperliche Verfassung werden dokumentiert. Oft haben Spieler jahrelang ihre Gesundheit vernachlässigt. Schlafmangel und ungesunde Ernährung sind typische Begleiterscheinungen. Die erste Woche dient der Orientierung. Der Kontakt zur Außenwelt ist meist eingeschränkt. Handys werden abgegeben oder nur zu bestimmten Zeiten ausgegeben. Dies hilft dabei, die kreisenden Gedanken an Gewinne zu stoppen. Das Gehirn benötigt diese Ruhepause zur Regeneration. Dopamin-Rezeptoren müssen sich langsam normalisieren. Dieser Prozess dauert Wochen. Geduld ist die wichtigste Tugend für Patienten in dieser Zeit. Wer abbricht, verliert oft den Anspruch auf eine erneute Reha für mehrere Jahre. Man sollte diese Chance daher ernst nehmen. Die Therapeuten sind keine Gegner, sondern Begleiter. Sie fordern den Patienten heraus, sein Verhalten zu hinterfragen. Warum war das Casino ein Fluchtort? Was fehlte im realen Leben? Solche Erkenntnisse sind schmerzhaft, aber befreiend.
Behandlungsmethoden: Verhaltenstherapie und Gruppendynamik
Die kognitive Verhaltenstherapie ist der Goldstandard bei Spielsucht. Patienten lernen ihre individuellen Auslöser kennen. Ein typischer Auslöser ist Stress im Job oder Langeweile am Abend. Die Therapeuten erarbeiten mit den Betroffenen alternative Handlungsstrategien. Statt die App zu öffnen, geht der Patient spazieren oder ruft einen Freund an. Dies klingt simpel, erfordert aber viel Übung. In der Gruppe treffen die Spieler auf Menschen mit ähnlichen Schicksalen. Das nimmt das Gefühl der Scham und Isolation. Viele haben jahrelang gelogen und ihre Sucht versteckt. In der Gruppe ist die Lüge zwecklos. Jeder kennt die Ausreden und Tricks der anderen. Diese radikale Ehrlichkeit ist ein wichtiger Baustein der Heilung. Rollenspiele helfen dabei, schwierige Situationen zu meistern. Wie sage ich meiner Familie die Wahrheit über die Schulden? Wie reagiere ich, wenn ein Bekannter mich zum Poker einlädt? Solche Szenarien werden realitätsnah geübt. Zusätzlich gibt es Angebote wie progressive Muskelentspannung oder Yoga. Diese Techniken helfen dabei, die innere Unruhe zu lindern. Viele Spieler leiden unter einer ständigen Anspannung. Sportliche Betätigung baut angestautes Adrenalin ab. Die Kliniken verfügen meist über Turnhallen oder Fitnessräume. Auch die Ernährung spielt eine Rolle. Gemeinsame Mahlzeiten fördern die soziale Kompetenz. Viele Patienten haben das soziale Miteinander verlernt. Sie waren nur noch mit dem Bildschirm beschäftigt. Die Reha gibt ihnen kleine Aufgaben wie den Tischdienst. So übernehmen sie wieder Verantwortung für kleine Dinge. Das stärkt das Selbstwertgefühl. Ein starkes Selbstwertgefühl ist der beste Schutz gegen einen Rückfall. Wer sich selbst wertschätzt, zerstört sein Leben nicht an einem virtuellen Spielautomaten. Die Therapeuten dokumentieren den Fortschritt genau. Am Ende der Zeit steht ein ausführlicher Entlassungsbericht. Dieser enthält Empfehlungen für die Zeit danach. Oft ist eine ambulante Weiterbehandlung zwingend erforderlich.
Prävention und Sperrsystem OASIS als begleitende Maßnahmen
Die Teilnahme am bundesweiten Sperrsystem OASIS ist für alle Reha-Patienten ratsam. Seit dem GlüStV 2021 müssen lizenzierte Anbieter jeden Spieler prüfen. Eine Selbstsperre kann über die Website des Regierungspräsidiums Darmstadt beantragt werden. In der Klinik wird dieser Schritt oft gemeinsam mit dem Sozialdienst vollzogen. Eine Sperre schützt vor Impulsivhandlungen nach der Entlassung. Sie gilt für mindestens ein Jahr und kann nicht einfach widerrufen werden. Wer gesperrt ist, wird an jedem Eintritt zu einer Spielhalle oder beim Login im Online-Casino abgewiesen. Dies gilt jedoch nur für legale Anbieter mit deutscher Lizenz. Illegale Casinos ohne GGL-Erlaubnis ignorieren OASIS. Daher ist die Aufklärung über die Gefahren des illegalen Marktes essenziell. Therapeuten warnen vor sogenannten Casino-Vergleichsseiten, die Offshore-Anbieter bewerben. Diese Seiten nutzen oft Grauzonen aus und locken mit falschen Versprechen. Ein Rückfall bei einem illegalen Anbieter führt oft zu totalem finanziellem Ruin. Es gibt dort keinen Spielerschutz und keine Einsatzlimits. Deutsche Anbieter begrenzen die Einzahlung auf maximal 1.000 Euro pro Monat. In der Reha lernen die Patienten, warum diese Limits sinnvoll sind. Sie lernen auch, ihr Geld wieder schätzen zu wissen. 50 Euro sind für einen aktiven Spieler oft nur ein Klick. Nach der Therapie sind 50 Euro wieder Lebensmittel für eine Woche. Diese neue Wertschätzung ist die Basis für eine stabile Abstinenz. Manche Kliniken führen auch Budgettrainings durch. Die Patienten führen ein Haushaltsbuch und planen ihre Ausgaben. So gewinnen sie die Kontrolle über ihre Finanzen zurück. Schuldenregulierung durch Insolvenzberatung wird eingeleitet, falls nötig. Ein Berg von Schulden ist oft ein Rückfallgrund. Wenn der Druck zu groß wird, flüchten viele wieder in die vermeintliche Hoffnung auf den großen Gewinn. Die Reha bricht diesen Teufelskreis auf. Sie zeigt Wege aus der Ausweglosigkeit. Der Staat unterstützt dies durch die Bereitstellung von Therapieplätzen. Jährlich fließen Millionen Euro in diese Präventionsarbeit. Das Ziel ist eine Gesellschaft mit weniger Suchtkranken.
Reha für Angehörige: Die Mitbetroffenheit lösen
Spielsucht betrifft nie nur den Spieler allein. Ehepartner, Eltern und Kinder leiden massiv unter den Folgen. Oft wurden Ersparnisse für das Alter verspielt. Das Vertrauen ist meist vollständig zerstört. Viele Kliniken bieten daher Angehörigenseminare an. In diesen Wochenenden lernen die Familienmitglieder mehr über die Krankheit. Sie verstehen, dass Sucht keine Charakterschwäche ist. Angehörige entwickeln oft eine Co-Abhängigkeit. Sie decken den Spieler oder leihen ihm immer wieder Geld. In der Therapie lernen sie, klare Grenzen zu ziehen. Nein zu sagen ist ein Akt der Selbstfürsorge. Die Klinik unterstützt die Paare in gemeinsamen Gesprächen. Es geht darum, Verletzungen auszusprechen und nach vorne zu blicken. Verzeihung ist ein langer Prozess. Manche Beziehungen zerbrechen an der Sucht. Auch hierbei leistet die Klinik Beistand. Für Kinder gibt es oft spezielle Angebote oder Vermittlungen zu Jugendämtern. Kinder von Spielern leiden unter der Unberechenbarkeit der Eltern. Ein stabiles Umfeld ist für ihre Entwicklung lebenswichtig. Die Rehaklinik ist ein Ort der Heilung für das gesamte Familiensystem. Werden die Angehörigen einbezogen, steigt die Chance auf dauerhafte Abstinenz. Der Spieler spürt, dass er nicht allein kämpft. Er sieht aber auch die Trümmer, die er hinterlassen hat. Diese Konfrontation ist Teil des Prozesses. Oft entstehen neue, ehrlichere Beziehungen als vor der Sucht. Kommunikation tritt an die Stelle von Verheimlichung. Patienten berichten oft, wie erleichtert sie nach dem Outing waren. Die Klinik bietet den sicheren Rahmen für diese Offenbarung. Partner lernen Warnsignale für einen drohenden Rückfall zu erkennen. Wenn der Betroffene wieder gereizt wird oder heimlich am Handy sitzt, schlagen die Alarmglocken. Ein Krisenplan für solche Fälle wird in der Therapie erstellt. So wissen alle Beteiligten genau, was zu tun ist. Hilfe zu suchen ist kein Zeichen von Schwäche. Es ist der mutigste Schritt zurück in ein freies Leben.
Der Alltag nach der Reha: Strategien für die Abstinenz
Die Entlassung aus der Klinik erfolgt meist an einem Vormittag. Der Patient kehrt in ein Umfeld zurück, das sich oft nicht verändert hat. Die alten Kneipen stehen noch da. Die Freunde spielen vielleicht noch immer. Hier zeigt sich, wie tragfähig die neuen Strategien sind. Viele wechseln ihren Freundeskreis komplett. Sie suchen sich neue Hobbys, die nichts mit Geld zu tun haben. Gartenarbeit, Handwerk oder Sport stehen hoch im Kurs. Das Gehirn braucht neue Quellen für Erfolgserlebnisse. In der Klinik wurde dies vorbereitet. Die ambulante Nachsorge beginnt oft schon in der ersten Woche nach der Entlassung. Einmal pro Woche findet ein Gespräch in der Suchtberatungsstelle statt. Dies hält die Motivation hoch. Die Anonymen Spieler bieten tägliche Meetings an, oft auch online. Der Austausch dort ist stabilisierend. Wer stabil bleibt, kann nach einem Jahr die OASIS-Sperre theoretisch aufheben lassen. Experten raten jedoch dringend davon ab. Eine lebenslange Sperre ist der beste Schutz. Das Risiko eines Rückfalls lauert oft in Krisenzeiten. Ein Jobverlust oder ein privater Schicksalsschlag triggern das alte Muster. Wer dann keinen Zugriff auf das Casino hat, gewinnt wertvolle Zeit. Diese Zeit reicht oft aus, um den Verstand wieder einzuschalten. Viele Patienten führen ihre Haushaltsbücher jahrelang weiter. Transparenz gegenüber dem Partner bei den Finanzen schafft Vertrauen. Manche lassen ihr Konto vom Ehepartner verwalten. Dies ist keine Entmündigung, sondern eine gewollte Schutzmaßnahme. Der Weg der Heilung dauert ein Leben lang. Die Klinik war nur der Startschuss. Wer die Werkzeuge der Reha nutzt, kann ein sehr glückliches Leben führen. Die Freiheit von der Sucht ist das größte Geschenk. Es lohnt sich, jeden Tag dafür zu kämpfen. Deutschland bietet hierfür eines der besten Versorgungssysteme weltweit. Niemand muss diesen Weg alleine gehen. Die Fachberatungen stehen bereit.
Besonderheiten bei Online-Spielsucht und Mediensucht
In den letzten Jahren hat die Online-Spielsucht stark zugenommen. Besonders junge Männer zwischen 18 und 35 Jahren sind betroffen. Die ständige Verfügbarkeit des Smartphones macht den Schutz schwierig. Kliniken haben darauf reagiert. Sie behandeln Glücksspielsucht oft zusammen mit Computerspielsucht. Die Mechanismen im Gehirn sind identisch. Lootboxen in Videospielen sind oft der Einstieg in die Welt des Glücksspiels. Die Grenze verschwimmt immer mehr. Patienten lernen in der Therapie einen gesunden Umgang mit digitalen Medien. Ein kompletter Verzicht ist im Berufsleben oft unmöglich. Daher wird eine medienfreie Zeit am Abend trainiert. Blaulichtfilter und App-Blocker werden installiert. Die Reha vermittelt Wissen über die Design-Tricks der Apps. Wenn man versteht, wie man manipuliert wird, sinkt die Anziehungskraft. Fast-Miss-Effekte und bunte Gewinnanimationen werden als das entlarvt, was sie sind. Sie sind Fallen für das Belohnungssystem. Wer diese Fallen durchschaut, kann ihnen leichter entkommen. Die Kliniken setzen hier auf moderne Aufklärung. Auch VR-Brillen werden manchmal therapeutisch genutzt. In einer virtuellen Umgebung wird die Konfrontation mit der Spielhalle geübt. Der Patient lernt ruhig zu bleiben, während die Lichter blinken. Diese Reizexposition ist sehr wirksam. Begleitet wird dies durch Atemtechniken. So verliert das Casino seinen Schrecken. Es wird zu einem einfachen Ort, den man nicht mehr besuchen muss. Die Spezialisierung der Kliniken auf diese digitalen Aspekte ist 2026 Standard. Die Forschung liefert ständig neue Erkenntnisse. Deutschland nimmt hier eine Vorreiterrolle ein. Patienten können sicher sein, nach den neuesten Standards behandelt zu werden. Die Kombination aus Empathie und moderner Technik führt zum Erfolg. Ein Leben ohne den Druck des nächsten Einsatzes beginnt jetzt.
Wichtige Kontakte und Soforthilfe bei Spielsucht
Wenn Sie merken, dass das Glücksspiel Ihr Leben bestimmt, zögern Sie nicht. Der erste Schritt ist oft der schwerste, aber er ist machbar. Reden Sie mit einer vertrauenswürdigen Person über Ihre finanzielle Lage. Suchen Sie eine Beratungsstelle auf, die auf Glücksspielsucht spezialisiert ist. Nutzen Sie die Angebote der GGL-lizenzierten Anbieter zur Selbstlimitierung. Meiden Sie Angebote ohne deutsche Konzession unter allen Umständen. Diese Betreiber halten sich nicht an deutsche Sozialkonzepte und verschlimmern Ihre Lage nur. Eine stationäre Reha ist eine Chance auf einen Neuanfang. Nehmen Sie diese Chance wahr, bevor alles verloren ist. Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung bietet eine anonyme Erstberatung an. Unter der kostenlosen Rufnummer 0800 1 372 700 erreichen Sie Experten. Dort erhalten Sie auch Informationen zu Kliniken in Ihrer Nähe. Die Berater unterliegen der Schweigepflicht. Alles, was Sie dort besprechen, bleibt vertraulich. Machen Sie den ersten Schritt noch heute. Ein Anruf kann der Wendepunkt in Ihrem Leben sein. Nutzen Sie die staatlichen Hilfen in Deutschland. Sie sind dafür da, Ihnen den Weg zurück in ein geregeltes und freies Leben zu ebnen. Sie sind nicht allein mit diesem Problem. Tausende Menschen haben den Ausstieg bereits geschafft. Auch Sie können es schaffen. Vertrauen Sie auf die professionelle Hilfe in den deutschen Fachkliniken. Jede Reise beginnt mit dem ersten kleinen Schritt in die richtige Richtung.
Häufig gestellte Fragen
Wer trägt die Kosten für eine Spielsucht-Reha?
In der Regel übernimmt die Deutsche Rentenversicherung die Kosten, um die Erwerbsfähigkeit des Patienten zu erhalten. Wenn kein Rentenversicherungsanspruch besteht, springt die gesetzliche Krankenkasse ein. Patienten müssen meist nur eine geringe tägliche Zuzahlung leisten, sofern sie nicht davon befreit sind.
Wie lange dauert eine stationäre Behandlung?
Eine reguläre stationäre Rehabilitation dauert meist zwischen acht und zwölf Wochen. Die genaue Dauer hängt von der Schwere der Sucht und möglichen Begleiterkrankungen ab. Eine Verlängerung ist bei entsprechender medizinischer Indikation nach Absprache mit dem Kostenträger möglich.
Wie bekomme ich einen Platz in einer Fachklinik?
Der erste Schritt ist der Besuch einer Suchtberatungsstelle, die einen Sozialbericht erstellt. Gemeinsam mit einem ärztlichen Gutachten wird der Antrag beim zuständigen Kostenträger eingereicht. Nach der Genehmigung erfolgt die Zuweisung an eine spezialisierte Klinik, wobei Patienten ein Wunsch- und Wahlrecht haben.
Ist die Nutzung von Handys während der Reha erlaubt?
Die meisten Kliniken regeln die Mediennutzung streng, um den therapeutischen Prozess nicht zu gefährden. In den ersten Wochen herrscht oft ein komplettes Verbot oder eine starke zeitliche Begrenzung. Dies dient der Ruhe im Gehirn und verhindert den Zugriff auf Online-Glücksspiele während der kritischen Phase.
Was passiert bei einem Rückfall in der Klinik?
Ein Rückfall während der stationären Therapie führt in den meisten Fällen zur sofortigen Entlassung aus der Einrichtung. Die Abstinenz ist die Grundvoraussetzung für die Teilnahme an der Maßnahme. Therapeuten besprechen die Ursachen des Rückfalls jedoch noch vor der Abreise, um den Patienten nicht völlig schutzlos zu lassen.
Helfen Kliniken auch bei der Schuldenregulierung?
Ja, spezialisierte Fachkliniken verfügen über einen Sozialdienst, der bei der Erfassung der Schulden hilft. Es werden Kontakte zu Schuldnerberatungen hergestellt und oft werden bereits erste Schritte für eine Privatinsolvenz eingeleitet. Die finanzielle Sanierung ist ein wesentlicher Teil der psychischen Stabilisierung.
