Dominikanische Republik plant Steuernachlässe für Glücksspielanbieter
KI-GENERIERTEin neuer Gesetzentwurf in der Dominikanischen Republik sieht massive Rabatte auf Steuerschulden vor, die bis zum 31. Dezember 2025 aufgelaufen sind.
Die Dominikanische Republik steht vor einer Zäsur in ihrer Glücksspielgesetzgebung. Ein aktuell im Kongress diskutierter Gesetzentwurf sorgt für Aufsehen, da er den Weg für signifikante Steuernachlässe ebnet. Ziel ist es, den Berg an unbezahlten Gebühren und Steuern abzutragen, der sich bei vielen Unternehmen der Branche über Jahre angesammelt hat. Besonders brisant ist dabei der zeitliche Rahmen, da die Regelung alle Rückstände bis zum 31. Dezember 2025 erfassen soll. Damit möchte die Regierung einen klaren Schnitt machen, bevor ein völlig neues Regulierungssystem in Kraft tritt.
Der Entwurf passierte bereits die Abgeordnetenkammer und wurde mit gezielten Änderungen zurück an den Senat verwiesen. Kernstück ist der Artikel 192, der ein sogenanntes Sonderrabatt-Regime einführt. Dieses soll von einem Glücksspielrat in enger Abstimmung mit dem Ministerium für Finanzen und Wirtschaft sowie der Steuerbehörde DGII verwaltet werden. Es geht hier nicht nur um den Erlass von Verzugszinsen, sondern um eine echte Reduzierung der Hauptschuld. Die Hoffnung der Verantwortlichen liegt darin, die Betreiber zur offiziellen Registrierung zu bewegen, da die Rabatte nur gewährt werden, wenn die Firmen ihren Regularisierungsprozess vollständig abschließen.
Zahlen und Fakten
Das geplante Gesetz stützt sich auf konkrete Parameter, die bereits in anderen rechtlichen Rahmenwerken verankert sind. So soll die Höhe der Rabatte und die genauen Bedingungen auf den Vorgaben des Gesetzes Nr. 30-26 vom 18. Juni 2026 basieren. Betroffen sind nicht nur klassische Wettbüros, sondern die gesamte Palette der Branche, inklusive Lotterien und Sportwettenanbieter. Der Zeitraum der erfassten Schulden erstreckt sich explizit bis zum Jahresende 2025. Ein zentraler Akteur in diesem Prozess ist Teófilo Quico Tabar, der als Koordinator für die Regularisierung fungiert. Er mahnte zur Vorsicht und forderte alle Beteiligten auf, keine eigenmächtigen Änderungen an ihrem Betriebsstatus vorzunehmen, bis das neue System vollständig greift.
„Ich werde eine vollständige Prüfung aller Entscheidungen fordern, die außerhalb der Dekrete zur Regelung des Regularisierungsprozesses getroffen wurden, sobald die neue Behörde etabliert ist.“ - Teófilo Quico Tabar, Koordinator des Regularisierungsprozesses
Hintergrund
Die Dominikanische Republik versucht seit längerem, ihren Wildwuchs im Glücksspielsektor in den Griff zu bekommen. Viele Anbieter operierten in einer rechtlichen Grauzone oder zahlten schlichtweg keine Steuern, da die Kontrollmechanismen schwach waren. Mit der Schaffung der Generaldirektion für Glücksspiel (DGJA) soll eine schlagkräftige Aufsichtsbehörde entstehen. Das Sonderrabatt-Regime fungiert hierbei als Zuckerbrot, während die neue Behörde künftig die Peitsche schwingen wird. Wer die Chance zur Bereinigung seiner Weste bis 2025 nicht nutzt, muss mit harten Konsequenzen und einem Ausschluss vom legalen Markt rechnen. Es ist ein klassischer Versuch der Marktbereinigung durch finanzielle Amnestie-Anreize.
Was heißt das für deutsche Spieler?
Für deutsche Spieler hat diese Entwicklung in der Karibik keine direkten rechtlichen Auswirkungen, dient aber als mahnendes Beispiel für die Bedeutung staatlicher Regulierung. In Deutschland sorgt der Glücksspielstaatsvertrag 2021 (GlüStV 2021) für klare Verhältnisse. Wer in Deutschland spielt, sollte ausschließlich auf Anbieter der GGL-Whitelist setzen. Diese Unternehmen zahlen ihre Steuern in Deutschland und halten sich an strikte Regeln zum Spielerschutz. Im Gegensatz zu den nun diskutierten Nachlässen in der Dominikanischen Republik gibt es in Deutschland keine steuerlichen Rabatte für rechtswidriges Verhalten. Spieler profitieren hierzulande von Sicherheiten wie dem Einzahlungslimit von 1.000 Euro pro Monat und der Überwachung durch das LUGAS-System. Wer bei einem Anbieter ohne deutsche Lizenz spielt, begibt sich in ein ähnliches Risiko wie jene Unternehmen, die nun in der Karibik auf Gnade hoffen müssen.
Was das für GGL-Casinos heißt
Deutsche lizenzierte Casinos stehen unter der strengen Aufsicht der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL). Die Integrität des deutschen Marktes basiert darauf, dass alle Teilnehmer die gleichen steuerlichen Lasten tragen. Ein Modell, bei dem Steuerschulden nachträglich massiv reduziert werden, wäre im deutschen Rechtssystem kaum denkbar und würde den Wettbewerb verzerren. Für GGL-Casinos bedeutet die Nachricht aus der Dominikanischen Republik, dass internationaler Druck auf unregulierte Märkte wächst. Je mehr Länder ihre Betreiber in legale Bahnen lenken, desto schwieriger wird es für Schwarzmarkt-Anbieter, globale Zahlungsströme zu nutzen. Dies stärkt indirekt die Position seriöser Anbieter mit deutscher Lizenz, da der globale Fokus auf Transparenz und Steuerpflicht zunimmt.
Häufige Fragen
Welche Schulden werden in der Dominikanischen Republik reduziert?
Der Gesetzentwurf sieht vor, dass Steuerschulden und Gebühren, die bis zum 31. Dezember 2025 aufgelaufen sind, durch ein spezielles Rabatt-Regime gemindert werden können. Dies betrifft Anbieter von Lotterien, Sportwetten und anderen Glücksspielen.
Wer verwaltet das neue Rabatt-Regime?
Die Verantwortung liegt beim Glücksspielrat, der eng mit dem Finanzministerium und der Steuerbehörde DGII zusammenarbeitet. Die praktische Umsetzung erfolgt durch die neue Generaldirektion für Glücksspiel (DGJA).
Welche Voraussetzungen müssen die Firmen erfüllen?
Unternehmen können die Rabatte nicht einfach so beanspruchen, sondern müssen zürst einen offiziellen Regularisierungs- und Registrierungsprozess abschließen. Damit will der Staat sicherstellen, dass die Firmen künftig legal und transparent arbeiten.
Ist das Gesetz bereits in Kraft getreten?
Nein, das Gesetz wurde zwar von der Abgeordnetenkammer mit Änderungen verabschiedet, muss aber nun für die endgültige Zustimmung zurück an den Senat. Erst nach der finalen Unterzeichnung und Veröffentlichung treten die Regeln in Kraft.
Gibt es solche Steuernachlässe auch für deutsche Online-Casinos?
Nein, in Deutschland gibt es unter dem GlüStV 2021 keine derartigen Amnestie-Regelungen für Steuerschulden. Deutsche Spieler sollten nur bei Anbietern spielen, die auf der offiziellen GGL-Whitelist stehen, um von maximalem Spielerschutz und rechtlicher Sicherheit zu profitieren.
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Über die Autorin

Lisa Lustich
Chefredakteurin & Casino-Testerin
Lisa Lustich testet seit 1997 deutschsprachige Online-Casinos und leitet die Redaktion von Lustich.de. Über 400 veröffentlichte Reviews, zertifizierte Spielerschutz-Beraterin (BZgA-Schulung 2019).
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