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PAGCOR: Marcos Jr. würdigt wirtschaftlichen Beitrag und hohe Dividendenzahlungen

10. Juli 20265 Min.von Lisa Lustich
Redaktionell geprüft von Lisa LustichLetzte Prüfung:
PAGCOR: Marcos Jr. würdigt wirtschaftlichen Beitrag und hohe Dividendenzahlungen

Präsident Ferdinand Marcos Jr. hat die Philippinische Glücksspielbehörde (PAGCOR) für ihre Leistungen im Geschäftsjahr 2025 gelobt. Sie zahlte 75% ihres Jahresnettoeinkommens von 2024, insgesamt 12,67 Milliarden PHP (etwa 230 Millionen US-Dollar), an die Staatskasse.

Präsident Ferdinand Marcos Jr. der Philippinen hat die Philippinische Amusement and Gaming Corporation (PAGCOR) für ihren bedeutsamen Beitrag zur nationalen Regierung im Geschäftsjahr 2025 gewürdigt. Diese Anerkennung unterstreicht die Rolle von PAGCOR als wichtige Säule der philippinischen Wirtschaft. Die Behörde hat sich nicht nur durch signifikante Einnahmen, sondern auch durch ihr Engagement für soziale Initiativen hervorgetan.

Die hohe Dividendenzahlung von PAGCOR an die Staatskasse übertraf die gesetzlichen Anforderungen deutlich. Dies zeigt das Bestreben der Glücksspielbehörde, die staatlichen Programme umfassend zu unterstützen und die wirtschaftliche Stabilität des Landes zu fördern. Solche Zahlungen sind in vielen Staaten ein wichtiger Faktor für die Finanzierung öffentlicher Dienstleistungen.

Zahlen und Fakten

PAGCOR hat einen beträchtlichen Anteil ihres Gewinns an die nationale Staatskasse überwiesen. Für das Geschäftsjahr 2024 betrug die Ausschüttung 12,67 Milliarden Philippine Pesos (PHP), was ungefähr 230 Millionen US-Dollar entspricht. Dieser Betrag repräsentiert 75% des gesamten Nettoeinkommens von PAGCOR für das Jahr 2024. Die gesetzlich vorgeschriebene Mindestausschüttung für staatliche Unternehmen gemäß dem philippinischen Gesetz Republic Act No. 7576 (Dividends Law) liegt bei 50%. PAGCOR hat somit eine zusätzliche unaufgeforderte Dividendenzahlung von 25% geleistet, die sich auf 4,22 Milliarden PHP beläuft.

Alejandro H. Tengco, der Vorsitzende und CEO von PAGCOR, kommentierte die hohen Dividendenzahlungen so:

„Unsere Dividendenausschüttung von 75% steht im Einklang mit der Anweisung von Finanzminister Ralph Recto an die staatseigenen und kontrollierten Unternehmen (GOCCs), eine zusätzliche Dividendenzahlung von 25% zur Unterstützung der Staatsausgaben vorzulegen.“ - Alejandro H. Tengco, Vorsitzender und CEO von PAGCOR

Diese zusätzlichen Mittel sollen wichtige Regierungsprogramme unterstützen. PAGCOR meldete zudem ein Umsatzwachstum von 11,2% im ersten Quartal 2025, mit Gesamteinnahmen von 28,07 Milliarden PHP. Anthony Mariño, stellvertretender nationaler Finanzminister, betonte die Bedeutung dieser Summe: „Dieser erhebliche Dividendenbeitrag wird maßgeblich dazu beitragen, unsere fiskalischen Ressourcen zu stärken und die Entwicklungsagenda der Verwaltung voranzutreiben.“ Präsident Marcos Jr. lobte PAGCOR auch für ihren Beitrag zur Streichung der Philippinen von der grauen Liste der Financial Action Task Force (FATF). Die Behörde beteiligt sich auch an sozialen Projekten, wie der Eröffnung ihres 49. sozio-zivilen Zentrums in Barangay San Isidro und einer Spende von 90 Millionen PHP für ein neues Dialysezentrum in Pampanga.

Hintergrund

Die Philippinische Amusement and Gaming Corporation (PAGCOR) ist das Rückgrat des regulierten Glücksspielmarktes auf den Philippinen. Als staatseigenes Unternehmen übernimmt sie eine doppelte Rolle: Sie ist sowohl der Betreiber als auch die Aufsichtsbehörde für das Glücksspiel im Land. Diese Kombination aus kommerzieller Tätigkeit und regulatorischer Verantwortung ist weltweit eher unüblich, da viele Länder strikt zwischen dem Betreiben von Glücksspiel und dessen Regulierung trennen. In Deutschland beispielsweise werden diese Aufgaben von der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL) und den lizenzierten Anbietern klar getrennt.

Der Präsident würdigt damit nicht nur den finanziellen Beitrag von PAGCOR, sondern auch deren Engagement für Transparenz und die Bekämpfung von Geldwäsche. Die Streichung von der FATF-Grauen Liste ist ein wichtiger Erfolg, da sie die internationalen Geschäftsbeziehungen stärkt und das Vertrauen in die Finanzsysteme des Landes erhöht.

Was heißt das für deutsche Spieler?

Für deutsche Spieler hat die Entwicklung in den Philippinen keine direkten Auswirkungen. Der deutsche Glücksspielmarkt wird durch den Glücksspielstaatsvertrag 2021 (GlüStV 2021) umfassend reguliert. Dieser Vertrag führte strenge Regeln für Online-Glücksspiel ein, die den Spieler- und Jugendschutz in den Vordergrund stellen.

Deutsche Spieler dürfen ausschließlich bei Anbietern spielen, die eine gültige Lizenz der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL) besitzen. Casinos mit Lizenzen aus Malta (MGA) oder Curacao sind in Deutschland illegal. Die GGL-Whitelist ist hierfür die einzige maßgebliche Liste. Im regulierten Markt gelten Einzahlungslimits von maximal 1.000 Euro pro Monat und ein Einsatzlimit von 1 Euro pro Spin bei Online-Spielautomaten. Dies soll exzessives Spielverhalten verhindern. Das zentrale spielübergreifende Einzahlungslimit wird über das LUGAS-System überwacht. So bleibt ein Überblick über die monatlichen Einzahlungen über alle Anbieter hinweg erhalten. Diese Maßnahmen bieten einen robusten Schutzrahmen für die deutschen Spieler. Die Situation auf den Philippinen dient höchstens als Vergleich, wie andere Länder mit den Einnahmen aus dem Glücksspiel umgehen.

Was das für GGL-Casinos heißt

Die Lizenzierung durch die GGL bedeutet für Online-Casinos in Deutschland eine rechtliche Grundlage und erhöhte Sicherheit für Spieler. Im Gegensatz zu PAGCOR agieren GGL-lizenzierte Anbieter rein kommerziell und sind strengen Regeln unterworfen. Sie müssen Transparenz gewährleisten und umfassende Spielerschutzmaßnahmen implementieren. Dazu gehört die Anbindung an LUGAS und OASIS (Onlineabfrage Spielerstatus), das Selbstausschlussregister.

Die Einhaltung dieser Vorschriften ist nicht nur eine gesetzliche Pflicht, sondern schafft Vertrauen bei den Spielern. Es ist wichtig, immer die offizielle GGL-Whitelist zu prüfen, um sicherzustellen, dass man bei einem legalen und regulierten Anbieter spielt. Die Beiträge der GGL-Casinos bestehen hauptsächlich aus Steuereinnahmen, die dem Staat zugutekommen und nicht wie bei PAGCOR als direkter Gewinnanteil ausgeschüttet werden.

Quellen & weiterführende Links

Glücksspiel kann süchtig machen. Spielen Sie verantwortungsbewusst. Hilfe und Beratung unter 0800 1 372 700 (BZgA, kostenlos & anonym).

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