Allwyn meldet Rekordergebnisse dank PrizePicks und sportlicher Großereignisse
KI-GENERIERTDer Glücksspielkonzern Allwyn steigert seinen Umsatz im zweiten Quartal 2026 um 27 Prozent auf 1,2 Milliarden Euro, wobei die US-Beteiligung PrizePicks maßgeblich zum Erfolg beitrug.
Die Allwyn Gruppe blickt auf ein äußerst erfolgreiches zweites Quartal zurück, das von einer strategischen Neuausrichtung der Prioritäten geprägt war. Während das Unternehmen traditionell stark im Lotteriesektor verwurzelt ist, entwickelten sich in den vergangenen Monaten vor allem Sportwetten und Gaming-Produkte zu den zentralen Wachstumsmotoren. Ein entscheidender Faktor für diese Entwicklung war die Mehrheitsbeteiligung am US-amerikanischen Daily Fantasy Sports Anbieter PrizePicks, die Allwyn einen massiven Umsatzschub bescherte. Die Integration des Unternehmens ermöglichte den Zugriff auf den dynamischen nordamerikanischen Markt und kompensierte Schwächen in anderen Geschäftsbereichen.
Die nun veröffentlichten Zahlen für das zweite Quartal unterstreichen die robuste Verfassung des Konzerns, der seinen Hauptsitz in der Schweiz hat und an der Athener Börse gelistet ist. Trotz gestiegener Bruttoschulden, die unter anderem auf die Kosten für neue Lizenzen und Übernahmen zurückzuführen sind, konnte das organische Wachstum die finanziellen Belastungen mehr als ausgleichen. Besonders die Dynamik in Kontinentaleuropa, dem historischen Kernmarkt von Allwyn, bleibt ein wichtiger Stützpfeiler der Unternehmensstrategie, auch wenn hier neue Steuersysteme die Rentabilität kurzfristig beeinflussten.
Zahlen und Fakten
Der konzernweite Umsatz von Allwyn kletterte im Vergleich zum Vorjahresquartal um beeindruckende 27 Prozent auf insgesamt 1,2 Milliarden Euro. Im Vorjahr lag dieser Wert noch bei 979 Millionen Euro. Das bereinigte EBITDA stieg parallel dazu um 29 Prozent auf 458 Millionen Euro an. Besonders deutlich fiel das Plus beim Gewinn nach Steuern aus, der um 35 Prozent auf 239 Millionen Euro zulegte. Ein wesentlicher Teil dieses Wachstums entfiel auf das neue Segment Daily Fantasy Sports (DFS), das allein 231 Millionen Euro zum Gesamtumsatz beitrug. Dieses Segment existierte im Vergleichszeitraum des Vorjahres noch nicht im Portfolio von Allwyn.
Betrachtet man die einzelnen Produktsparten, ergibt sich ein differenziertes Bild. Das klassische Lotteriegeschäft verzeichnete einen Rückgang um 9 Prozent auf 498 Millionen Euro. Im Gegensatz dazu wuchs der Bereich iGaming um 24 Prozent auf 147 Millionen Euro und Sportwetten legten um 12 Prozent auf 145 Millionen Euro zu. CEO Robert Chvatal kommentierte die Entwicklung positiv:
„Die Ergebnisse spiegeln die Stärke unserer Strategie und unseren Erfolg bei deren Umsetzung wider. Wir haben große Fortschritte gemacht, indem wir kontinuierlich in unsere Produkte und das Spielerlebnis investiert haben, einschließlich neuer lotteriebasierten Spiele in Österreich, Tschechien und Großbritannien.“ - Robert Chvatal, CEO von Allwyn
Hintergrund
In Kontinentaleuropa generierte Allwyn mit 731 Millionen Euro den Löwenanteil des Umsatzes, was einem Zuwachs von 4 Prozent entspricht. Allerdings sank das bereinigte EBITDA in dieser Region leicht von 303 Millionen Euro auf 293 Millionen Euro. Als Grund hierfür nannte das Unternehmen unter anderem ein neues Steuersystem in Österreich. Zudem investierte Allwyn massiv in Italien, wo man im Mai des Vorjahres als Teil eines Konsortiums den Zuschlag für den Betrieb der italienischen Lotterie erhielt. Diese Expansion in Italien und die damit verbundenen Gebühren belasteten zwar die Bilanz, werden aber langfristig als strategisch klug eingestuft.
Ein weiterer Fokus liegt auf dem Vereinigten Königreich, wo der Umsatz um 2 Prozent auf 236 Millionen Euro stieg. Hier steht Allwyn unter besonderer Beobachtung, da sich das Unternehmen verpflichtet hat, die wöchentlichen Abgaben für gute Zwecke bis zum Ende der zehnjährigen Lizenzlaufzeit im Jahr 2034 auf 60 Millionen Pfund zu verdoppeln. Trotz politischer Debatten über die gesellschaftlichen Auswirkungen des Glücksspiels konnte Allwyn durch technologische Upgrades bei der National Lottery die Rentabilität in Großbritannien verbessern. Mit der Einführung von Powerball, einem der weltweit größten Jackpot-Spiele, erhofft sich der Konzern dort weitere Impulse.
Was heißt das für deutsche Spieler?
Obwohl Allwyn im vorliegenden Bericht keine spezifischen Zahlen für den deutschen Markt nennt, hat die Entwicklung des Konzerns indirekte Auswirkungen auf die hiesige Landschaft. Allwyn ist über seine Beteiligung an der Kaizen Gaming Gruppe und deren Marke Betano bereits ein gewichtiger Akteur im internationalen Sportwettenmarkt. Für deutsche Kunden bedeutet die Stabilität solcher Großkonzerne oft eine höhere Sicherheit bei der Auszahlung von Gewinnen und eine bessere technische Infrastruktur. Da Allwyn verstärkt auf regulierte Märkte setzt, ist davon auszugehen, dass künftige Expansionen stets im Einklang mit nationalen Gesetzen stehen.
In Deutschland ist die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder (GGL) für die Überwachung zuständig. Spieler sollten darauf achten, ausschließlich bei Anbietern zu spielen, die auf der offiziellen Whiteboard-Liste stehen. Dies garantiert die Einhaltung des Glücksspielstaatsvertrags 2021, der unter anderem ein monatliches Einzahlungslimit von 1.000 Euro und ein Einsatzlimit von 1 Euro pro Spielrunde bei virtuellen Automaten vorsieht. Die Anbindung an das LUGAS-System sorgt zudem für einen effektiven Spielerschutz über verschiedene Plattformen hinweg.
Was das für GGL-Casinos heißt
Der Erfolg von Allwyn im Bereich iGaming und digitaler Kanäle zeigt, dass Innovation und Spielerschutz Hand in Hand gehen können. Für Casinos mit GGL-Lizenz in Deutschland ist dieser Trend ein Signal, dass technologische Aufrüstung und die Erweiterung des Portfolios essenziell sind, um im Wettbewerb zu bestehen. Während Allwyn international mit Produkten wie Powerball oder Daily Fantasy Sports experimentiert, bleiben deutsche Betreiber an die strikten Vorgaben des GlüStV 2021 gebunden. Dennoch zeigt das Beispiel Allwyn, dass Investitionen in die Nutzererfahrung und legale, regulierte Angebote die langfristige Profitabilität sichern, was auch für den deutschen Markt als Vorbild dienen kann.
Häufige Fragen
Wie hoch war der Umsatz von Allwyn im zweiten Quartal 2026?
Der Konzernumsatz stieg im zweiten Quartal 2026 auf 1,2 Milliarden Euro. Dies entspricht einem deutlichen Wachstum von 27 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.
Welche Rolle spielt PrizePicks für den Erfolg von Allwyn?
Die Mehrheitsbeteiligung an PrizePicks trug im zweiten Quartal 231 Millionen Euro zum Umsatz bei. Das Unternehmen ist ein führender Anbieter im Bereich Daily Fantasy Sports in Nordamerika.
Warum sank der Umsatz im Lotteriebereich?
Die Einnahmen aus Lotterien fielen um 9 Prozent auf 498 Millionen Euro. Trotz neuer Produkte wie Powerball in Großbritannien konnte dieser Rückgang durch das starke Wachstum bei iGaming und Sportwetten ausgeglichen werden.
Welche Ziele verfolgt Allwyn in Großbritannien?
Allwyn hält dort die Lizenz für die National Lottery und will die Abgaben für wohltätige Zwecke bis 2034 auf 60 Millionen Pfund pro Woche verdoppeln. Technologische Modernisierungen sollen dabei helfen, die Profitabilität zu steigern.
Sind die Angebote von Allwyn für deutsche Spieler legal nutzbar?
In Deutschland dürfen nur Anbieter genutzt werden, die eine Lizenz der GGL besitzen und auf der offiziellen Whitelist stehen. Spieler müssen sich an die gesetzlichen Limits wie das 1.000 Euro Einzahlungslimit halten.
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Über die Autorin

Lisa Lustich
Chefredakteurin & Casino-Testerin
Lisa Lustich testet seit 1997 deutschsprachige Online-Casinos und leitet die Redaktion von Lustich.de. Über 400 veröffentlichte Reviews, zertifizierte Spielerschutz-Beraterin (BZgA-Schulung 2019).
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