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Beschwerde bei der GGL einreichen: Formular, Fristen, Aussicht

28. Juli 202612 Minvon Lisa Lustich
Redaktionell geprüft von Lisa LustichLetzte Prüfung:
Symbolbild zur Einreichung einer formalen Beschwerde bei der deutschen Glücksspielaufsicht inklusive Dokumentenprüfung.

Das deutsche Glücksspielwesen erfährt seit dem 1. Juli 2021 eine umfassende Neuregulierung. Die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder mit Sitz in Halle an der Saale fungiert als zentrale Aufsichtsinstanz. Spieler und Bürger besitzen die Möglichkeit, Unregelmäßigkeiten im Marktgeschehen direkt an diese Behörde zu melden. Eine solche Beschwerde richtet sich meist gegen Anbieter ohne deutsche Erlaubnis oder gegen lizenzierte Unternehmen, die gegen Auflagen verstoßen. Die rechtliche Basis bildet der Glücksspielstaatsvertrag 2021. Dieser Vertrag legt fest, welche Pflichten Veranstalter gegenüber den Spielteilnehmern haben. Ein Verstoß kann beispielsweise die Überschreitung des monatlichen Einzahlungslimits von 1.000,00 Euro sein. Viele Nutzer bemerken zudem Fehler bei der Anbindung an die Sperrdatei OASIS. Wenn technische Mängel vorliegen, müssen Behörden informiert werden. Eine Beschwerde dient primär der Marktregulierung. Sie schützt das Kollektiv der Spieler vor unfairen Praktiken. Wer einen persönlichen finanziellen Schaden erlitten hat, muss oft andere Wege wählen. Die GGL ist keine Schlichtungsstelle für Einzelfallentscheidungen bei Auszahlungsverzögerungen. Dennoch bleibt die Behörde die wichtigste Adresse für systemische Kritik. Nutzer sollten alle Beweise sammeln. Screenshots und E-Mail-Verläufe dokumentieren das Fehlverhalten. Ohne Belege bleibt ein Vorwurf oft wirkungslos. Die Behörde benötigt konkrete Daten zur Prüfung. Ein allgemeiner Vorwurf reicht selten aus. Transparenz ist das Ziel der neuen Gesetzgebung. Nur durch Meldungen erkennt die Behörde schwarze Schafe im System zeitnah. Die Überwachung umfasst tausende Webseiten im Internet. Eine effektive Kontrolle basiert auf Kooperation. Spieler leisten einen Beitrag zum Jugendschutz und zur Suchtprävention.

Das offizielle Hinweisgeberportal der GGL nutzen

Die GGL stellt ein digitales Tool für Beschwerden bereit. Dieses Portal findet sich auf der offiziellen Webseite der Behörde unter der Rubrik für das Beschwerdeformular. Es ist so konzipiert, dass Anonymität gewahrt bleiben kann. Wer seinen Namen nennt, erhält jedoch oft präzisere Rückmeldungen zum Prozess. Das Formular fragt spezifische Kategorien ab. Es geht um illegales Glücksspiel, Verstöße gegen Werbung oder Auffälligkeiten beim Spielerschutz. Wer Werbung für Online-Casinos im Fernsehen vor 21:00 Uhr sieht, kann dies dort melden. Paragraph 5 des GlüStV 2021 reguliert Werbezeiten streng. Auch Influencer, die auf Plattformen wie Twitch für Anbieter ohne GGL-Lizenz werben, fallen in den Prüfbereich. Die Eingabemaske erfordert den Link zum Angebot. Datum und Uhrzeit des Vorfalls sind essenziell. Die Behörde sortiert Meldungen nach Relevanz und Dringlichkeit. Systematische Fehler bei der Spielpause-Taste haben hohe Priorität. Jedes legale Casino muss eine sofortige 24-Stunden-Sperre anbieten. Funktioniert dieser Panik-Button nicht, droht dem Anbieter der Entzug der Erlaubnis. Die Bearbeitungszeit variiert stark. Eine sofortige Antwort darf niemand erwarten. Die Mitarbeiter prüfen Sachverhalte händisch. Oft sind Rückfragen bei den Landesministerien nötig. Die GGL bündelt Kompetenzen aus 16 Bundesländern. Das Verfahren folgt dem Verwaltungsverfahrensgesetz. Eine digitale Einreichung spart Zeit. Postwege sind ebenfalls möglich, aber langsamer. Die Archivierung der Beschwerden hilft bei der Erstellung von Marktanalysen. Jährliche Berichte zeigen die Schwerpunkte der Verstöße auf. Oft geht es um mangelnde Altersprüfungen. Die GGL geht gegen Anbieter aus Malta oder Curaçao vor, wenn diese deutsche Spieler akzeptieren. Solche Angebote sind ohne GGL-Lizenz illegal. Der Kampf gegen den Schwarzmarkt steht ganz oben auf der Agenda der Behörde.

Fristen und Verjährung im Verwaltungsrecht

Für eine Beschwerde bei der GGL existieren keine starren Ausschlussfristen wie im Zivilrecht. Ein Verstoß gegen die Glücksspielregeln sollte dennoch zeitnah gemeldet werden. Veraltete Vorfälle von vor drei Jahren sind meist schwer zu verfolgen. Dokumente müssen innerhalb der gesetzlichen Aufbewahrungsfristen vorliegen. Anbieter speichern Daten oft nur zeitlich begrenzt. Wer zu lange wartet, verliert wertvolle Beweise. Die Verjährung von Ordnungswidrigkeiten richtet sich nach dem Gesetz über Ordnungswidrigkeiten (OWiG). Je nach Schwere des Verstoßes beträgt die Frist zwischen sechs Monaten und drei Jahren. Bußgelder können bis zu 500.000,00 Euro oder den dreifachen erzielten Umsatz betragen. Diese Summen verdeutlichen die Ernsthaftigkeit der Verfahren. Für Spieler bedeutet dies Sicherheit. Wer heute eine Meldung einreicht, schützt künftige Kunden. Eine Beschwerde unterbricht keine zivilrechtlichen Verjährungsfristen. Wer Geld zurückfordert, muss dies parallel über Anwalt oder Gericht klären. Die Behörde leistet keine Rechtsberatung für Einzelpersonen. Sie ist eine Ordnungsbehörde. Sie interveniert im öffentlichen Interesse. Ein Verfahren kann Monate dauern. Die GGL informiert nicht über jeden Zwischenschritt. Datenschutzgründe spielen hier eine Rolle. Ein Bußgeldbescheid gegen ein Casino wird nicht immer öffentlich gemacht. Erst bei gravierenden Verstößen oder Lizenzentzug erfolgt eine Pressemeldung. Die Whitelist zeigt, wer aktuell eine Genehmigung besitzt. Diese Liste wird ständig aktualisiert. Wer dort nicht steht, agiert illegal auf dem deutschen Markt. Beschwerden gegen solche Unternehmen führen oft zu IP-Sperren oder Payment-Blocking. Die GGL nutzt Paragraph 9 des GlüStV für diese Maßnahmen. Es ist ein mächtiges Instrument gegen Firmen aus Übersee. Ohne Zusammenarbeit mit Zahlungsdienstleistern wäre die Kontrolle schwierig. Banken müssen illegale Transaktionen unterbinden. Meldungen von Spielern helfen, neue Zahlungswege der Anbieter zu identifizieren.

Aussicht auf Erfolg und Konsequenzen für Anbieter

Die Erfolgsaussichten einer Beschwerde hängen von der Genauigkeit der Angaben ab. Wer vage bleibt, bewirkt wenig. Präzise Log-Dateien sind der Schlüssel zum Erfolg. Die GGL prüft die Einhaltung der technischen Richtlinien. Jedes Spiel muss zertifiziert sein. Die Auszahlungsraten müssen transparent sein. Wenn eine Slot-Maschine nicht korrekt abrechnet, ist das ein schwerer Mangel. Die Behörde kann in diesem Fall Testkäufe oder technische Audits anordnen. Ein Anbieter muss auf Anfragen der GGL reagieren. Kooperationsverweigerung führt zu Sanktionen. Die Androhung von Zwangsgeldern ist üblich. In extremen Fällen wird die Erlaubnis widerrufen. Das bedeutet das wirtschaftliche Aus für den Betreiber in Deutschland. Für den Beschwerdeführer bedeutet ein behördlicher Erfolg meist Genugtuung. Es bestätigt das eigene Rechtsempfinden. Direkte Geldzahlungen von der GGL an den Spieler gibt es nicht. Die Behörde ist kein Inkassounternehmen. Die Dokumentation des behördlichen Verfahrens kann jedoch in einem Zivilprozess helfen. Richter berücksichtigen behördliche Feststellungen oft bei ihrer Urteilsfindung. Wer beweisen kann, dass ein Anbieter bereits von der GGL gerügt wurde, hat bessere Karten. Die Wahrscheinlichkeit für die Durchsetzung von Spieleransprüchen steigt. Der rechtliche Rahmen im Internet ist komplex. Viele Firmen sitzen im Ausland. Das macht den Zugriff für die GGL schwerer, aber nicht unmöglich. Seit 2023 greifen verstärkt Maßnahmen gegen Zahlungsströme. Kreditkartenanbieter sperren Codes für illegales Glücksspiel. Diese Strategie zeigt Wirkung. Die Anzahl der Beschwerden über illegale Anbieter nimmt statistisch zu, da das Bewusstsein wächst. Spieler erkennen zunehmend den Unterschied zwischen Sicherheit und Risiko. Eine Beschwerde ist ein demokratisches Mittel zur Markthygiene. Sie fördert den fairen Wettbewerb. Seriöse Anbieter begrüßen die Arbeit der GGL. Sie wollen keine Konkurrenz durch Betrüger. Regeln müssen für alle gleichermaßen gelten. Die GGL sorgt für ein Level Playing Field. Nur wer sich an das 1,00 Euro Einsatzlimit pro Spin hält, darf bleiben. Automatisches Spiel ohne Pause ist untersagt. Jede Runde muss mindestens fünf Sekunden dauern. Verstöße gegen die Fünf-Sekunden-Regel werden oft gemeldet. Solche technischen Details sind leicht prüfbar.

Beschwerdegründe im Bereich Spielerschutz

Der Schutz der Kunden ist das Herzstück des GlüStV 2021. Hier finden sich die meisten Ansatzpunkte für Beschwerden. Ein zentrales Element ist das LUGAS-System. Es überwacht das monatliche Einzahlungslimit über mehrere Anbieter hinweg. Wer bei Casino A bereits 1.000,00 Euro eingezahlt hat, darf bei Casino B im selben Monat nichts mehr einzahlen. Wenn dieses System versagt, liegt ein meldewürdiger Fehler vor. Ein weiterer Punkt ist die Früherkennung von Spielsucht. Algorithmen müssen auffälliges Verhalten melden. Ein Anbieter darf jemanden nicht weiterspielen lassen, wenn Anzeichen für Sucht vorliegen. Die Ignoranz von Hilfegesuchen ist ein Verstoß gegen Paragraph 1 des Vertrags. Wer sich selbst sperren möchte, muss dies einfach tun können. Die GGL prüft, ob Casinos die OASIS-Sperre sofort umsetzen. Verzögerungen von auch nur wenigen Stunden sind nicht akzeptabel. Auch irreführende Werbung ist ein Beschwerdegrund. Wenn Boni versprochen werden, die an unmögliche Bedingungen geknüpft sind, sollte die Behörde das wissen. Transparenz bei Bonusbedingungen ist Pflicht. Umsatzbedingungen müssen vor der Einzahlung klar lesbar sein. Kleingedrucktes, das wesentliche Rechte einschränkt, ist oft unzulässig. Kunden können sich über aggressive Marketing-E-Mails beschweren. Wer keine Werbung bestellt hat, darf keine erhalten. Das Spam-Verbot gilt auch für die Glücksspielbranche. Die GGL arbeitet hier mit dem Datenschutzbeauftragten zusammen. Mehrere Behörden ziehen an einem Strang. Die Belastung für den Spieler durch ständige Reize soll reduziert werden. Besonders gefährdete Gruppen müssen geschützt bleiben. Minderjährige dürfen keinen Zugang zum Spielbereich haben. Wer eine mangelhafte Altersverifikation bemerkt, sollte sofort handeln. Ein einfacher Klick auf Ich bin 18 reicht in Deutschland nicht aus. Es bedarf sicherer Verfahren wie Video-Ident oder Bank-Ident. Verstöße in diesem Bereich führen zu den höchsten Strafen. Die GGL zeigt hier eine Null-Toleranz-Politik. Eltern können Vorfälle melden, wenn deren Kinder Zugriff auf Accounts hatten. Die Verantwortung liegt beim Betreiber. Er muss die Hürden hoch genug bauen. Technik muss dem Schutz dienen, nicht dem Profit. Die GGL überwacht dies durch regelmäßige Reports. Anbieter müssen Daten zur Suchtprävention einreichen. Wer hier schummelt, verliert seine Vertrauenswürdigkeit.

Dokumentation und Beweislast bei Beschwerden

Eine erfolgreiche Meldung benötigt Struktur. Notieren Sie zuerst den Namen der Webseite und das Datum. Erstellen Sie Kopien von allen Chats mit dem Kundendienst. Oft löschen Anbieter Chat-Verläufe nach Beendigung der Sitzung. Verwenden Sie die Druck-Taste für Screenshots der gesamten Seite. Die URL muss in der Adresszeile sichtbar sein. Wenn technische Fehler auftreten, filmen Sie den Bildschirm mit dem Smartphone. Dies gilt als starkes Indiz für Funktionsfehler. Bewahren Sie Einzahlungsbelege und Kontoauszüge auf. Wenn Limits missachtet wurden, sind diese Rechnungen der beste Beweis. Markieren Sie die Beträge, welche das gesetzliche Limit von 1.000,00 Euro überschreiten. Schreiben Sie ein kurzes Gedächtnisprotokoll. Was haben Sie wann versucht zu tun? Hat der Kundensupport Ihre Anfrage abgelehnt? Namen von Support-Mitarbeitern können hilfreich sein. Die GGL benötigt keine juristische Ausarbeitung. Eine sachliche Schilderung in eigenen Worten reicht völlig aus. Vermeiden Sie Emotionen oder Beleidigungen im Formular. Dies verzögert die Bearbeitung und wirkt unprofessionell. Bleiben Sie bei den Fakten. Die Behörde prüft die rechtliche Komponente selbstständig. Werden Sie Zeuge von Fehlern im Spielablauf, notieren Sie die Spiel-ID. Jede Slot-Runde hat eine eindeutige Nummer. Damit kann die GGL technische Prüfungen beim Software-Hersteller anfordern. Die Kette der Verantwortlichkeit reicht weit. Nicht nur das Casino, auch der Spieleentwickler steht in der Pflicht. Die GGL hat Zugriff auf zertifizierte Prüflabore. Wenn eine Beschwerde fundiert ist, löst sie eine Kette von Prüfungen aus. Dies kann zur Korrektur von Software-Fehlern für alle Spieler führen. Ihr Engagement hilft somit der gesamten Gemeinschaft. Beweise sollten digital im PDF-Format oder als Bilddatei (JPG/PNG) vorbereitet sein. Achten Sie auf die Dateigröße beim Upload im Portal. Große Videos sollten eventuell über Cloud-Links bereitgestellt werden. Die Sicherheit Ihrer Daten ist gewährleistet. Die GGL nutzt verschlüsselte Verbindungen. Ihr Schutz als Hinweisgeber ist gesetzlich verankert. Niemand muss Repressalien durch das Casino fürchten, wenn er rechtmäßige Beschwerden vorbringt. Die Lizenzinhaber wissen um die Aufsicht. Diese Angst vor der GGL sorgt bereits präventiv für eine bessere Einhaltung der Regeln.

Unterschied zwischen Beschwerde und Klage

Es ist wichtig, die Prozesse zu trennen. Die GGL ist eine Behörde, kein Gericht. Eine Beschwerde bei der GGL führt zu einer aufsichtsrechtlichen Prüfung. Das Ziel ist die Bestrafung des Anbieters oder die Abstellung eines Mangels. Eine Klage hingegen wird beim Zivilgericht eingereicht. Dort geht es um private Ansprüche. Wer seine Verluste aus illegalem Glücksspiel zurückfordert, muss klagen. Die GGL kann kein Geld zurücküberweisen. Ein Urteil des Bundesgerichtshofs zu diesem Thema ist oft die Grundlage für private Klagen. Viele Spieler verwechseln diese Zuständigkeiten. Sie schreiben erboste Briefe an die GGL und fordern ihr Geld zurück. Die Antwort der Behörde ist dann oft enttäuschend, da sie auf den Rechtsweg verweist. Dennoch ist die vorherige Beschwerde bei der GGL sinnvoll. Wenn die GGL feststellt, dass ein Anbieter illegal handelte, ist dies ein starkes Dokument für den Zivilprozess. Es dient als Beweismittel. Die Anerkennung der Rechtswidrigkeit durch eine staatliche Stelle wiegt schwer. Anwälte nutzen die Whitelist der GGL oft als Referenz. Wer nicht draufsteht, gilt als illegal. Das macht die Beweisführung vor Gericht einfacher. Die Kosten für eine Beschwerde bei der GGL betragen Null Euro. Ein Gerichtsprozess kostet Gebühren und Anwaltshonorar. Viele Rechtsschutzversicherungen decken Glücksspielthemen inzwischen ab. Es lohnt sich, dies zu prüfen. Wer wenig Geld hat, kann Prozesskostenhilfe beantragen. Die GGL ist für die öffentliche Ordnung zuständig. Das Gericht für den privaten Ausgleich. Beide Institutionen arbeiten unabhängig voneinander. Die GGL gibt keine Rechtsauskünfte für laufende Gerichtsverfahren. Sie bleibt neutral. Ihre Berichte sind jedoch öffentlich zugänglich. Diese enthalten allgemeine Informationen über den Markt. Werden Bußgelder verhängt, fließen diese in den Staatshaushalt. Sie dienen nicht der Entschädigung der Opfer. Dies ist ein wichtiger Punkt im deutschen Rechtssystem. Die Trennung von öffentlichem und privatem Recht ist strikt. Trotzdem greifen die Mechanismen ineinander. Eine starke Aufsicht reduziert die Anzahl der nötigen Klagen langfristig. Wenn Anbieter wissen, dass die GGL hart durchgreift, sinkt die Fehlerquote. Prävention ist besser als aufwendige Prozesse im Nachgang.

Internationale Anbieter und die Zuständigkeit der GGL

Das Problem vieler Spieler sind Casinos mit Lizenzen aus Malta (MGA) oder Curaçao. Diese Firmen behaupten oft, durch die Dienstleistungsfreiheit in der EU geschützt zu sein. Die deutsche Rechtsprechung sieht das anders. Wer sich an deutsche Kunden richtet, braucht eine deutsche Lizenz. Die GGL ist für alle Verstöße zuständig, die den deutschen Markt betreffen. Wenn eine Webseite in deutscher Sprache verfügbar ist, gilt deutsches Recht. Die GGL geht gegen diese Firmen mit verschiedenen Mitteln vor. Sie schreibt die Anbieter an und fordert sie zum Rückzug auf. Reagieren diese nicht, folgen härtere Schritte. IP-Sperren verhindern, dass deutsche Nutzer die Seite erreichen können. Payment-Sperren unterbinden den Geldfluss. Eine Beschwerde über einen solchen Anbieter ist sehr wichtig. Sie hilft der GGL, neue Domains zu finden. Oft nutzen illegale Casinos Schatten-Webseiten oder Mirror-Links. Sobald eine Seite gesperrt ist, taucht eine neue auf. Dieser Kampf gleicht oft einem Wettlauf. Die Meldungen von Spielern sind die Augen der Behörde im Netz. Ohne diese Hinweise wäre die Behörde weniger effizient. Wer bei einem MGA-Casino spielt, hat kaum rechtliche Absicherung in Deutschland. Die GGL warnt ausdrücklich vor diesen Angeboten. Es besteht kein Spielerschutz nach deutschem Standard. Die 1.000,00 Euro Grenze existiert dort nicht. Auch die Sperrdatei OASIS wird ignoriert. Dies führt oft zu schnellen und hohen Verlusten. Eine Beschwerde über solche Seiten führt selten zur Rückzahlung. Sie führt aber dazu, dass die Seite für andere Nutzer in Deutschland gesperrt wird. Solidarität unter Spielern ist hier gefragt. Wer merkt, dass ein Anbieter illegal agiert, sollte ihn melden. Die GGL kooperiert international mit anderen Behörden. Ein Austausch über schwarze Listen findet statt. Europaweit wächst der Druck auf unlizenzierte Anbieter. Viele Länder führen ähnliche Lizenzsysteme ein wie Deutschland. Das Ziel ist ein sicheres Internet für alle Bürger. Wer in Deutschland legal spielen will, sollte immer die Whitelist prüfen. Nur dort ist Ihr Geld nach hiesigem Recht geschützt. Wenn ein legaler Anbieter Probleme macht, hat die GGL echte Druckmittel. Bei einer Firma in der Karibik hingegen sind die Möglichkeiten begrenzt. Dort hilft meist nur der Weg über spezialisierte Anwaltskanzleien, die international vernetzt sind.

Zusammenwirken von GGL und Spielerschutzorganisationen

Die GGL steht in engem Austausch mit Suchtberatungsstellen und Experten. Eine Beschwerde kann auch über diese Institutionen angestoßen werden. Wenn Berater bemerken, dass viele Klienten bei einem bestimmten Casino Probleme haben, melden sie dies der Aufsicht. Das System ist auf Rückkopplung angewiesen. Der GlüStV 2021 ist ein lernendes System. Erfahrungen aus der Praxis fließen in künftige Gesetzesänderungen ein. Die Evaluation des Vertrages erfolgt regelmäßig. Dabei spielen die Statistiken der Beschwerdestelle eine große Rolle. Wenn 80 Prozent der Beschwerden das Einsatzlimit betreffen, muss die Technik verbessert werden. Die Behörde sieht sich als Moderator zwischen Interessen der Wirtschaft und dem Schutz der Bevölkerung. Ein fairer Markt braucht klare Grenzen. Diese Grenzen werden durch die Beschwerden sichtbar. Wer sich ungerecht behandelt fühlt, sollte nicht schweigen. Die Arbeit der GGL wird durch Steuermittel und Abgaben der Anbieter finanziert. Es ist eine staatliche Aufgabe, den Glücksspielmarkt zu kontrollieren. Die Bürger haben ein Recht auf eine funktionierende Aufsicht. Dies gilt für Online-Poker gleichermaßen wie für virtuelle Automaten oder Sportwetten. Auch im Bereich der Sportwetten gibt es viele Beschwerden. Oft geht es um die Art der Wettmärkte. Ereigniswetten während eines laufenden Spiels sind stark eingeschränkt. Das Risiko für Manipulation und Sucht ist dort höher. Wenn ein Buchmacher verbotene Wetten anbietet, greift die GGL ein. Dies schützt auch die Integrität des Sports. Manipulation schadet dem Vertrauen in den Wettbewerb. Die GGL sichert somit mehrere Ebenen der Gesellschaft ab. Ihre Beschwerde ist ein Mosaikstein in diesem Sicherheitsgefüge. Nutzen Sie die Möglichkeiten, die das Gesetz bietet. Transparente Prozesse und staatliche Kontrolle sind die besten Mittel gegen Kriminalität im Glücksspiel. Wenn Sie Probleme mit Spielsucht bei sich oder anderen bemerken, ist schnelle Hilfe wichtig. Die Beratung der BZgA ist anonym und kostenfrei unter 0800 1 372 700 erreichbar. Ein frühzeitiges Handeln verhindert oft schlimmere finanzielle und soziale Folgen.

Häufig gestellte Fragen

Wo finde ich das Beschwerdeformular der GGL?

Das offizielle Hinweisgeberportal ist auf der Webseite der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder unter dem Menüpunkt Beschwerden erreichbar. Dort können Verstöße gegen den Glücksspielstaatsvertrag 2021 digital gemeldet werden.

Kann ich eine Beschwerde auch anonym einreichen?

Ja, das Portal der GGL erlaubt anonyme Meldungen. Nutzer sollten jedoch bedenken, dass Rückfragen der Behörde bei fehlenden Kontaktdaten unmöglich sind, was die Aufklärung erschweren kann.

Hilft mir die GGL, mein verlorenes Geld zurückzuholen?

Die GGL ist eine Aufsichtsbehörde und keine Schlichtungsstelle für private finanzielle Forderungen. Für die Rückforderung von Verlusten müssen Spieler den zivilrechtlichen Weg über einen Rechtsanwalt bestreiten.

Gegen welche Anbieter kann ich mich bei der GGL beschweren?

Sie können sowohl Verstöße von legalen Anbietern auf der Whitelist als auch Angebote von illegalen Casinos ohne deutsche Lizenz melden. Besonders wichtig sind Meldungen über mangelhaften Spielerschutz oder verbotene Werbung.

Welche Beweise sollte ich einer Meldung beifügen?

Sinnvoll sind aussagekräftige Screenshots der Webseite, Kopien des E-Mail-Verkehrs mit dem Kundensupport, Protokolle über Einzahlungen sowie Dokumentationen von technischen Fehlern oder fehlenden Sperrfunktionen.

Gibt es Fristen für die Einreichung einer Beschwerde?

Feste Fristen gibt es nicht, jedoch sollten Vorfälle zeitnah gemeldet werden. Die Verfolgung von Ordnungswidrigkeiten durch die GGL unterliegt gesetzlichen Verjährungsfristen zwischen sechs Monaten und drei Jahren.

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