Milliardär Kenneth Dart wettet trotz Millionenverlusten auf DraftKings
KI-GENERIERTInvestor Kenneth Dart übernimmt 5,8 Prozent an DraftKings. Der Einstieg beim US-Sportwetten-Giganten erfolgt trotz eines Buchverlusts von 4,2 Milliarden Dollar bei seinem Flutter-Engagement.
Der in den Cayman Islands ansässige Milliardär Kenneth Dart baut seinen Einfluss in der globalen Glücksspielbranche massiv aus. Über sein Investmentvehikel Candle Lake hat Dart eine Beteiligung von 5,8 Prozent an DraftKings gemeldet, wie aus einer offiziellen SEC-Mitteilung vom 14. August hervorgeht. Damit hält der US-geborene Investor nun Anteile an den drei größten Schwergewichten der Branche: Flutter Entertainment, Evolution und DraftKings. Dieser Schritt ist besonders bemerkenswert, da der Aktienkurs von DraftKings an der NASDAQ im letzten Jahr um 46,6 Prozent eingebrochen ist und aktuell bei etwa 24,04 Dollar notiert.
Obwohl die Branche derzeit an den Börsen unter Druck steht, scheint Dart von einer baldigen Trendwende überzeugt zu sein. Sein Engagement bei DraftKings umfasst laut den regulatorischen Dokumenten genau 28.581.386 Aktien der Klasse A. Damit ist er nun bei beiden dominierenden Akteuren auf dem US-Sportwettenmarkt, FanDül (gehört zu Flutter) und DraftKings, als bedeutender Aktionär an Bord. Dass er diesen Schritt wagt, obwohl er mit seiner Position bei Flutter Entertainment bereits einen Buchverlust von schätzungsweise 4,2 Milliarden Dollar hinnehmen musste, unterstreicht seine Risikobereitschaft und seinen Fokus auf Marktführerschaft.
Zahlen und Fakten
Die Marktkapitalisierung von DraftKings liegt derzeit bei knapp unter 12 Milliarden Dollar. Der Einstieg von Dart wird mit rund 691,94 Millionen Dollar bewertet. Analysten bleiben trotz der Kursverluste optimistisch. Laut Daten von TipRanks stufen 22 von 25 Analysten die Aktie als Kauf ein, während drei sie auf Halten setzen. Mike Hickey von der Benchmark Company gab erst kürzlich ein Kursziel von 30 Dollar aus.
Neben DraftKings kontrolliert Dart über Candle Lake bereits 31,56 Prozent an dem schwedischen Live-Casino-Spezialisten Evolution. Dieser Anteil löste ein Pflichtangebot für das gesamte Unternehmen aus, das den Wert von Evolution auf 131,7 Milliarden SEK bezifferte. Auch bei Flutter hält Dart rund 29 Prozent und nähert sich dort der kritischen Schwelle von 30 Prozent, die nach irischem Übernahmerecht ein weiteres Pflichtangebot auslösen könnte.
Hintergrund
Kenneth Dart ist bekannt dafür, große Positionen in Unternehmen aufzubauen, ohne jedoch als aktivistischer Investor aufzutreten. Im Fall von DraftKings wäre eine feindliche Übernahme ohnehin schwierig, da Mitgründer und CEO Jason Robins über Aktien der Klasse B mehr als 90 Prozent der Stimmrechte kontrolliert. Dart hält hingegen Aktien der Klasse A, die lediglich eine Stimme pro Aktie gewähren.
„Candle Lake machte deutlich, dass es nicht beabsichtigt, eine vollständige Übernahme herbeizuführen, aber seine Kontrolle bei Flutter könnte es zu einem weiteren Pflichtangebot zwingen.“ - Redaktionelle Einordnung der SEC-Filings
Der Milliardär hat eine Vergangenheit in der Tabakindustrie und scheint nun das Glücksspiel als neues Kerngebiet für seine Investitionen identifiziert zu haben. Dass er gleichzeitig in Konkurrenten wie Flutter und DraftKings investiert, ist ein strategischer Schachzug, den er mit anderen namhaften Investoren wie Michael Burry teilt, der ebenfalls Positionen in beiden Unternehmen hält.
Was heißt das für deutsche Spieler?
Für Spieler in Deutschland hat dieser Einstieg keine unmittelbaren Auswirkungen auf den täglichen Spielbetrieb, signalisiert aber die Stabilität der großen internationalen Konzerne. DraftKings selbst ist auf dem deutschen Markt nicht mit einer Sportwetten-Lizenz der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL) vertreten. Deutsche Kunden müssen sich an Anbieter halten, die auf der sogenannten Whitelist stehen. Diese legalen Anbieter garantieren die Einhaltung des Glücksspielstaatsvertrags 2021 (GlüStV 2021). Dazu gehören strenge Regeln wie das monatliche Einzahlungslimit von 1.000 Euro über das LUGAS-System und das Einsatzlimit von einem Euro pro Spin bei virtuellen Automaten. Investitionen von Milliardären in US-Firmen wie DraftKings zeigen jedoch, dass der globale Sektor trotz lokaler Regulierungen in Europa als Wachstumsmarkt gilt.
Was das für GGL-Casinos heißt
Deutsche Casinos mit GGL-Lizenz agieren in einem hochregulierten Umfeld, das sich stark von den liberalen US-Märkten unterscheidet. Während Giganten wie DraftKings in den USA Milliarden umsetzen, kämpfen lizenzierte deutsche Betreiber mit strengen Werbeverboten und technischen Hürden. Investitionen wie die von Dart fließen primär in Märkte mit höherem Wachstumspotenzial. Dennoch profitieren auch GGL-lizenzierte Anbieter indirekt von der technologischen Innovation, die durch das Kapital großer Investoren in Firmen wie Evolution getrieben wird, deren Spiele auch in Deutschland legal angeboten werden dürfen, sofern der Casino-Betreiber die entsprechende Konzession hält.
Häufige Fragen
Wer ist Kenneth Dart und was hat er gekauft?
Kenneth Dart ist ein US-geborener Milliardär mit Sitz auf den Cayman Islands, der über seine Firma Candle Lake 5,8 Prozent der Anteile an DraftKings erworben hat. Dies entspricht einem Volumen von etwa 28,58 Millionen Aktien im Gesamtwert von fast 692 Millionen Dollar.
Welche anderen Glücksspiel-Unternehmen gehören zu Darts Portfolio?
Dart hält signifikante Anteile an Flutter Entertainment, der Muttergesellschaft von FanDül, sowie über 31 Prozent am schwedischen Provider Evolution. Zudem besitzt er kleinere Anteile am Content-Anbieter Hacksaw AB.
Warum investiert Dart in DraftKings trotz der Kursverluste?
Obwohl die Aktie im laufenden Jahr 32,5 Prozent verloren hat, sehen 22 von 25 Analysten das Unternehmen als Kaufempfehlung. Dart setzt offenbar auf eine langfristige Marktbeherrschung von DraftKings im US-Sportwettenmarkt.
Sind DraftKings oder Flutter in Deutschland legal?
DraftKings besitzt aktuell keine deutsche Lizenz der GGL für Sportwetten oder Online-Slots. Flutter ist über verschiedene Marken international tätig, aber deutsche Spieler dürfen nur bei Anbietern spielen, die explizit auf der GGL-Whitelist geführt werden.
Welche Regeln gelten für deutsche Spieler zum Schutz vor hohen Verlusten?
In Deutschland ist das Spiel durch den GlüStV 2021 streng limitiert, unter anderem durch ein anbieterübergreifendes Einzahlungslimit von 1.000 Euro pro Monat. Zudem werden alle Spielerdaten im LUGAS-System abgeglichen, um Spielsucht zu verhindern und Limits zu überwachen.
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Über die Autorin

Lisa Lustich
Chefredakteurin & Casino-Testerin
Lisa Lustich testet seit 1997 deutschsprachige Online-Casinos und leitet die Redaktion von Lustich.de. Über 400 veröffentlichte Reviews, zertifizierte Spielerschutz-Beraterin (BZgA-Schulung 2019).
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