Nordische Länder treiben iGaming-Regulierung voran: Hohe Compliance in Dänemark

Ein kürzliches Event in Kopenhagen hob die wachsende Rolle der nordischen Staaten in der Glücksspielregulierung hervor. Branchenvertreter waren sich einig: Anbieter in Dänemark zeigen sich sehr gesetzeskonform, so Anders Dorph von der Spillemyndigheden.
Hallo, Glücksspielfreunde! Lisa Lustich hier mit spannenden Neuigkeiten aus dem kühlen Norden. Am 2. Juli 2026 versammelte das erste „Gaming in the Nordics Launch Event“ die Crème de la Crème der iGaming-Branche in Kopenhagen. Veranstaltungsort war das Hauptquartier von Better Collective. Bei diesem exklusiven Treffen im kleinen Kreis ging es um die Zukunft des nordischen iGaming-Marktes. Im Fokus standen Regulierung, Kanalisierung, Compliance und natürlich der Spielerschutz. Das war sozusagen der Vorgeschmack auf eine größere jährliche Konferenz, die ab 2027 stattfinden soll.
Die nordischen Länder spielen eine immer wichtigere Rolle in der Gestaltung der europäischen Glücksspielregulierung. Das war eine der zentralen Erkenntnisse dieser Veranstaltung. Morten Ronde, CEO der Danish Online Gambling Association und Partner bei Nordic Legal, vermutet, dass der skandinavische Pragmatismus die nordischen Länder zu Vorreitern bei der Implementierung der nächsten iGaming-Regulierungsgeneration machen könnte. Man sprach viel darüber, wie man Innovation fördern und gleichzeitig einen hohen Spielerschutz aufrechterhalten kann. Auch die Zusammenarbeit zwischen Regulierungsbehörden und lizenzierten Betreibern sowie die Rolle der Technologieunternehmen waren wichtige Themen. Erstaunlich war die Einigkeit der Teilnehmer in diesen komplexen Fragen.
Zahlen und Fakten
Anders Dorph, Direktor der dänischen Regulierungsbehörde Spillemyndigheden, teilte seine Perspektiven zur Betreiber-Compliance, der Rolle von Big Tech und der Spielerüberwachung. Seine Aussage zum dänischen Markt war klar und deutlich: „Die dänisch lizenzierten Betreiber sind alle sehr darum bemüht, compliant zu sein. […] Die Branche [in Dänemark] will compliant sein. Und das ist eine Tatsache.“ Das ist doch mal eine Ansage! Diese Erkenntnis zeigt, wie wichtig eine funktionierende Regulierung für das Vertrauen der Branche ist. Pontus Lindwall, CEO von Betsson, und Jesper Kärrbrink, CEO der Immense Group, vertraten die Betreiberseite. Lindwall nannte drei Bedingungen für einen gesunden Glücksspielmarkt mit hoher Kanalisierung: ein wettbewerbsfähiges Produkt, sinnvolle Spielerschutzmaßnahmen und effektive Durchsetzung. Nur so bleiben Spieler im regulierten Markt, weg vom Schwarzmarkt. Lindwall betonte: „Wir sind in einem Geschäft, in dem es Schaden gibt. Wir müssen dies zugeben und darüber nachdenken. Wir müssen diese Spieler auch erreichen können, was wir nur können, wenn sie sich im regulierten System befinden.“ Das unterstreicht die Verantwortung der lizenzierten Anbieter.
Hintergrund
Kanalisierung bedeutet die Fähigkeit, Spieler vom unregulierten Schwarzmarkt in den legalen und sicheren Markt zu lenken. Eine hohe Kanalisierungsrate ist entscheidend für den effektiven Spielerschutz und die Wirksamkeit der Regulierung. Wenn die Angebote im regulierten Markt nicht attraktiv genug sind oder die Regeln zu streng, wandern Spieler ab. Dieses Phänomen sehen wir leider auch in anderen Jurisdiktionen, wo die Balance nicht immer gelingt. In Dänemark scheint man hier einen guten Weg gefunden zu haben. Die Branchenvertreter waren sich einig, dass eine hohe Kanalisierung eine der größten regulatorischen Prioritäten in ganz Europa bleibt. Willem van Oort, Gründer von Gaming in the Nordics, bezeichnete das Event als vollen Erfolg. Er kündigte an, dass das Konzept 2027 als jährliche Vollkonferenz in Kopenhagen zurückkehren wird.
Was heißt das für deutsche Spieler?
Für deutsche Spieler sind diese Entwicklungen wichtig, denn sie zeigen, wie gut eine Zusammenarbeit zwischen Industrie und Behörden funktionieren kann. Die GGL - Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder - ist in Deutschland noch recht jung. Sie will ebenfalls eine hohe Kanalisierungsrate erreichen und den deutschen Markt sicher machen. Von den Erfahrungen Dänemarks können wir sicherlich lernen. Wenn die GGL und die deutschen Anbieter ähnlich wie in Dänemark kooperieren, erhöht das die Qualität und den Schutz für uns Spieler enorm. Es geht darum, ein attraktives, aber sicheres Angebot zu schaffen. Das Prinzip des „skandinavischen Pragmatismus“, von dem Morten Ronde sprach, könnte auch ein Vorbild für Deutschland sein.
Was das für GGL-Casinos heißt
Für Betreiber von Online-Casinos mit deutscher GGL-Lizenz sind die Ergebnisse aus Kopenhagen ein Ansporn. Die dänische Erfahrung zeigt, dass hohe Compliance von der Regulierungsbehörde geschätzt und hervorgehoben wird. Das schafft Vertrauen und eine bessere Arbeitsgrundlage. GGL-lizenzierte Casinos, die sich an die Regeln halten, ein faires und transparentes Produkt bieten und den Spielerschutz ernst nehmen, stärken nicht nur ihre eigene Position, sondern auch die des gesamten regulierten Marktes in Deutschland. Sie tragen aktiv dazu bei, Spieler vom unregulierten Markt abzuhalten. Es ist ein gemeinschaftlicher Erfolg, wenn Deutschland auch eine hohe Kanalisierungsrate erreicht. Die Betonung auf „wettbewerbsfähiges Produkt“ durch Pontus Lindwall ist hier besonders relevant. Nur ein attraktives Angebot kann mit dem Schwarzmarkt mithalten. Diese Balance zu finden, ist die große Aufgabe.
Quellen & weiterführende Links
- Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder (GGL): gluecksspiel-behoerde.de
- Whitelist erlaubter Online-Anbieter: GGL-Whitelist
- BZgA Spielsucht-Hotline: 0800 1 372 700 (kostenlos, anonym, 24/7)
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