Veikkaus-Vize Velipekka Nummikoski verlässt finnisches Glücksspiel-Monopol
KI-GENERIERTNach 14 Jahren an der Spitze des staatlichen Betreibers Veikkaus räumt Velipekka Nummikoski seinen Posten. Sein Abschied markiert das Ende einer Ära vor der Marktöffnung im Juli 2026.
Der finnische Glücksspielmarkt steht vor gewaltigen Veränderungen, und nun verliert der staatliche Betreiber Veikkaus eine seiner prägendsten Figuren. Velipekka Nummikoski, der stellvertretende CEO des Unternehmens, wird das Unternehmen Ende August verlassen. Sein Abschied kommt nach 14 Jahren Dienstzeit und markiert einen Wendepunkt für den Betreiber, der sich derzeit auf den Übergang von einem staatlichen Monopol zu einem regulierten Lizenzmarkt vorbereitet. Nummikoski war maßgeblich an der Entwicklung des Unternehmens beteiligt, insbesondere in einer Zeit, in der die Digitalisierung die Branche grundlegend transformiert hat.
Die Nachricht über sein Ausscheiden folgt auf eine Reihe von personellen Umstrukturierungen bei Veikkaus. Bereits im Mai wurde Ilkka Kosola als neuer Chief Financial Officer (CFO) vorgestellt, was bereits andeutete, dass sich die Führungsebene für die kommenden Herausforderungen neu aufstellt. Nummikoski wird seinen Posten offiziell am 31. August räumen. Sein Weggang erfolgt zu einem kritischen Zeitpunkt, da Finnland plant, ab Juli 2026 ein Lizenzmodell einzuführen, das privaten Anbietern den legalen Zugang zum Markt ermöglicht. Dies bedeutet das Ende des bisherigen Monopols, das Veikkaus über Jahrzehnte innehatte.
Zahlen und Fakten
Nummikoski startete seine Karriere bei den staatlichen Glücksspielstellen im Jahr 2012, damals noch als CEO der Slot Machine Association (RAY). Im Jahr 2017 übernahm er die Rolle des stellvertretenden CEOs des fusionierten Unternehmens Veikkaus. In seiner Abschiedserklärung blickte er auf diese bewegte Zeit zurück. Er betonte, dass er die Fusion von drei ehemals getrennten Glücksspielgesellschaften zu einem großen nationalen Akteur begleitete. Besonders der Wandel hin zu einem wettbewerbsorientierten Markt war ein Schwerpunkt seiner Arbeit in den letzten Jahren.
„Ich habe 2012 als CEO von RAY angefangen, als die Digitalisierung die Glücksspielindustrie zu verändern begann. Ich war an der Fusion von drei Unternehmen zum neuen Veikkaus und an der Reise hin zu einem wettbewerbsorientierten Markt beteiligt. Es war ein großes Privileg, inmitten dieser Transformation zu arbeiten.“ - Velipekka Nummikoski, stellvertretender CEO bei Veikkaus
Unter der Führung von Nummikoski und CEO Olli Sarekoski hat Veikkaus zuletzt im Juni neue Schwellenwerte für sicheres Spielen eingeführt. Diese beinhalten spezielle Verlust-Checkpoints für verschiedene Altersgruppen, um die Prävention von Glücksspielschäden zu verbessern. Dies ist ein wichtiger Schritt, um das Unternehmen als verantwortungsbewussten Akteur in einem zukünftig offeneren Wettbewerb zu positionieren. Sarekoski dankte seinem Stellvertreter herzlich für die signifikante Arbeit und die Bewältigung anspruchsvoller Managementaufgaben über mehr als ein Jahrzehnt.
Hintergrund
Finnland bereitet sich auf eine der größten regulatorischen Umwälzungen in Nordeuropa vor. Das bisherige Monopolsystem wird durch ein System ersetzt, bei dem über 50 Betreiber bereits Interesse an Lizenzen für das B2C-Geschäft bekundet haben. Die neue Regulierung wird ab dem 1. Juli 2026 greifen. Dieser Schritt ist notwendig geworden, da ein großer Teil des Online-Glücksspiels in Finnland bereits über ausländische Anbieter ohne lokale Lizenz abgewickelt wurde, was die Wirksamkeit des Monopols schwächte. Nummikoski verlässt das Schiff also genau in dem Moment, in dem die Segel für den neuen Kurs endgültig gesetzt sind.
Was heißt das für deutsche Spieler?
Für deutsche Spieler hat die Situation in Finnland eine hohe Signalwirkung. Deutschland hat diesen Weg bereits mit dem Glücksspielstaatsvertrag 2021 (GlüStV 2021) hinter sich gebracht. Die Umstellung von einem Graumarkt oder Monopolstrukturen hin zu einem klaren Lizenzsystem sorgt für mehr Rechtssicherheit. Wer in Deutschland spielt, muss sich darauf verlassen können, dass Anbieter auf der offiziellen Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL) stehen. Diese Casinos bieten Schutzmechanismen wie das Einzahlungslimit von 1.000 Euro pro Monat und die Anbindung an das Überwachungssystem LUGAS sowie die Sperrdatei OASIS.
Ähnlich wie in Finnland mit den neuen Verlust-Checkpoints, gibt es in Deutschland strikte Regeln: Das Einsatzlimit von 1 Euro pro Spin an virtuellen Spielautomaten ist Gesetz. Auch wenn die finnischen Änderungen keine direkten Auswirkungen auf die deutsche Gesetzgebung haben, zeigt es, dass staatliche Regulierer europaweit auf strengere Spielerschutz-Maßnahmen setzen. Deutsche Nutzer sollten darauf achten, Angebote ohne GGL-Lizenz (etwa aus Curacao oder Malta) zu meiden, da diese die strengen deutschen Sicherheitsstandards oft nicht erfüllen.
Was das für GGL-Casinos heißt
Deutsche Casinos mit GGL-Lizenz können den Fall Veikkaus als Bestätigung für einen stabilen, regulierten Markt sehen. Ein geordneter Übergang vom Monopol zum Lizenzmarkt, wie er in Finnland geplant ist, verhindert unkontrolliertes Wachstum des Schwarzmarktes. Für lizenzierte Betreiber in Deutschland bedeutet dies, dass die Einhaltung der Regeln langfristig der einzige Weg ist, um in einem modernen europäischen Glücksspielumfeld zu bestehen. Die Personalie Nummikoski zeigt zudem, dass in Zeiten des Umbruchs erfahrene Führungskräfte Platz für eine neue Generation machen, die mit den Anforderungen des digitalen Wettbewerbs aufgewachsen ist.
Häufige Fragen
Wer ist Velipekka Nummikoski und warum verlässt er Veikkaus?
Nummikoski war 14 Jahre lang in Führungspositionen beim finnischen Staatsmonopol Veikkaus tätig, zuletzt als stellvertretender CEO. Er verlässt das Unternehmen zum 31. August 2026, um sich neuen Herausforderungen zu stellen, während Finnland seinen Glücksspielmarkt für privaten Wettbewerb öffnet.
Wann wird das neue Glücksspielgesetz in Finnland eingeführt?
Das neue Mehrfachlizenzmodell in Finnland soll ab Juli 2026 in Kraft treten. Bis dahin behält Veikkaus seine aktuelle Monopolstellung bei, bereitet sich aber bereits intern auf den Wettbewerb mit privaten Anbietern vor.
Welche Maßnahmen zum Spielerschutz hat Veikkaus kürzlich ergriffen?
Im Juni 2026 führte Veikkaus neue Schwellenwerte für sicheres Spielen ein, die sogenannte Verlust-Checkpoints für verschiedene Altersgruppen beinhalten. Ziel ist es, die Prävention von glücksspielbedingten Schäden bereits vor der Marktöffnung deutlich zu verstärken.
Gibt es in Deutschland ähnliche Regelungen wie im neuen finnischen Modell?
Ja, Deutschland hat mit dem Glücksspielstaatsvertrag 2021 bereits ein Lizenzsystem etabliert, das strenges Monitoring vorsieht. Deutsche Spieler profitieren von Limits wie dem 1-Euro-Einsatzlimit pro Spin und einem monatlichen Einzahlungslimit von 1.000 Euro, kontrolliert durch die GGL.
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Über die Autorin

Lisa Lustich
Chefredakteurin & Casino-Testerin
Lisa Lustich testet seit 1997 deutschsprachige Online-Casinos und leitet die Redaktion von Lustich.de. Über 400 veröffentlichte Reviews, zertifizierte Spielerschutz-Beraterin (BZgA-Schulung 2019).
Alle Artikel von Lisa Lustich →Quellen & weiterführende Links
- Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder (GGL): gluecksspiel-behoerde.de
- Whitelist erlaubter Online-Anbieter: GGL-Whitelist
- BZgA Spielsucht-Hotline: 0800 1 372 700 (kostenlos, anonym, 24/7)
- Redaktionelle Methodik: Redaktionsrichtlinien Lustich.de
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