Yakama Nation prüft Casino-Pläne für HAPO Center in Washington
KI-GENERIERTIm US-Bundesstaat Washington könnte das HAPO Center in ein Stammescasino umgewandelt werden. Brian Dansel präsentierte die Idee am 4. August vor dem Yakama Tribal Council.
Die Glücksspiel-Landschaft im US-Bundesstaat Washington steht möglicherweise vor einer bedeutenden Veränderung. Das Franklin County hat einen ambitionierten Vorschlag unterbreitet, der die Umwandlung eines etablierten Veranstaltungsortes in eine Spielstätte vorsieht. Konkret geht es um das HAPO Center in Pasco, das nach den Vorstellungen der County-Verwaltung künftig als Stammescasino der Yakama Nation fungieren könnte. Dieser Schritt markiert eine strategische Neuausrichtung für die Region, die nach neuen Wegen sucht, um wirtschaftliche Stabilität und Einnahmen zu sichern. Die Präsentation dieser Idee erfolgte bereits Anfang August, wobei die örtlichen Behörden die Vorteile des Standorts hervorhoben.
Brian Dansel, der Administrator von Franklin County, trat persönlich vor das Entscheidungsgremium des Stammes, um für dieses Projekt zu werben. Es ist eine ungewöhnliche Initiative, da hier eine staatliche Verwaltung aktiv auf eine indigene Gemeinschaft zugeht, um ein kommerziell genutztes Gebäude in eine Zone für Stammesglücksspiel zu überführen. Die Motivation hinter diesem Vorstoß ist klar: Pasco wird als strategisch günstiger Punkt für ein Casino angesehen, der sowohl lokale als auch regionale Besucher anziehen könnte. Während die Behörden des Countys das Potenzial sehen, bleibt abzuwarten, wie die Yakama Nation auf dieses Angebot reagieren wird. Bisher gibt es lediglich Gespräche, aber keine festen Verträge.
Zahlen und Fakten
Ein zentraler Aspekt dieser Entwicklung ist das Datum der ersten offiziellen Vorstellung. Am 4. August präsentierte Brian Dansel dem Yakama Tribal Council die Pläne. Dieser Schritt wurde notwendig, nachdem Franklin County eine langjährige Zusammenarbeit beendet hatte. Das County und die Stadt Pasco führten eine 30-jährige Partnerschaft zum Betrieb des HAPO Centers, die vor wenigen Monaten ihr Ende fand. Diese Zäsur öffnete die Tür für alternative Nutzungskonzepte, wobei das Casino-Modell nun als die lukrativste oder zumindest diskussionswürdigste Option im Raum steht.
Dansel sparte nicht mit Lob für den Standort und versuchte, die Stammesführer von der geografischen Relevanz zu überzeugen. Die Yakama Nation Review, die eigene Zeitung des Stammes, berichtete über diesen Termin. Es wurde deutlich, dass die Verwaltung des Countys in dem Projekt eine große Chance sieht. Dennoch ist die Yakama Nation vorsichtig. In der Berichterstattung wurde betont, dass das Treffen lediglich dazu diente, die Idee anzuhören. Eine Entscheidung oder gar eine Einigung zur Verfolgung des Projekts wurde seitens des Stammes noch nicht verkündet. Die Souveränität des Stammes über solche Entscheidungen ist ein hohes Gut und wird in den kommenden Monaten sicher für weitere Verhandlungen sorgen.
Hintergrund
Der Kontext dieses Vorschlags ist tief in der regionalen Politik von Washington verwurzelt. Das HAPO Center war lange Zeit ein wichtiger Treffpunkt für Messen, Konzerte und Gemeinschaftsveranstaltungen. Durch das Ende der 30-jährigen Kooperation zwischen Stadt und County entstand ein administratives Vakuum, das nun gefüllt werden muss. Stammescasinos in den USA unterliegen dem Indian Gaming Regulatory Act und erfordern oft komplexe Vereinbarungen mit lokalen und bundesstaatlichen Behörden. Dass ein County-Administrator proaktiv auf einen Stamm zugeht, zeigt, wie hoch der Druck ist, wirtschaftlich rentable Lösungen für öffentliche Immobilien zu finden.
„Pasco ist ein erstklassiger Standort für ein Casino." - Brian Dansel, Administrator von Franklin County
Diese Aussage verdeutlicht die Hoffnung der lokalen Politik. Für die Yakama Nation bedeutet ein solcher Standort in Pasco eine erhebliche Erweiterung ihres wirtschaftlichen Einflusses außerhalb des engeren Reservatsgebiets. Die rechtlichen Hürden für eine solche Umwandlung sind jedoch nicht zu unterschätzen, da das Land technisch gesehen in einen Status überführt werden müsste, der Stammesglücksspiel erlaubt. Dies erfordert oft langwierige Prüfungen durch das Bureau of Indian Affairs.
Was heißt das für deutsche Spieler?
Für deutsche Casinofreunde hat diese Entwicklung in Washington zwar keine direkten Auswirkungen auf ihren Spielalltag, bietet aber einen spannenden Vergleich zur hiesigen Regulierung. In Deutschland ist das Glücksspiel durch den Glücksspielstaatsvertrag 2021 (GlüStV 2021) streng reglementiert. Während in den USA oft politische Partnerschaften zwischen Countys und Stämmen neue Standorte schaffen, herrscht in Deutschland ein striktes Lizenzmodell der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL). Deutsche Spieler müssen sich an das monatliche Einzahlungslimit von 1.000 Euro halten, das über das zentrale LUGAS-System überwacht wird.
Zudem gilt in deutschen Online-Casinos das Einsatzlimit von 1 Euro pro Spielrunde an virtuellen Automaten. Solche restriktiven Maßnahmen zum Spielerschutz sind in der amerikanischen Stammesregulierung in dieser Form nicht vorhanden. Deutsche Spieler sollten daher immer darauf achten, nur bei Anbietern zu spielen, die auf der offiziellen GGL-Whitelist stehen. Casinos mit Lizenzen aus Malta oder Curacao bieten nicht das hohe Schutzniveau, das der deutsche Gesetzgeber durch die 5-Minuten-Pause oder den Panikknopf vorschreibt.
Was das für GGL-Casinos heißt
Für deutsche Betreiber mit GGL-Lizenz bleibt der internationale Markt ein Indikator für Trends, aber der rechtliche Rahmen in Deutschland lässt wenig Spielraum für Experimente wie in Pasco. Die GGL überwacht streng, dass keine Werbung für illegale Angebote erfolgt. Ein Projekt wie die Umwandlung eines Messezentrums in ein Casino wäre in Deutschland aufgrund der strengen Abstandsregeln und der Kontingentierung von Spielbanklizenzen kaum denkbar. In den USA hingegen sind solche physischen Expansionspläne oft der Motor für den gesamten Markt, auch wenn sie regulatorisch komplex sind.
Häufige Fragen
Wann fand das Treffen zwischen Franklin County und dem Yakama Tribal Council statt?
Die Präsentation der Casino-Pläne durch den County-Administrator Brian Dansel erfolgte am 4. August. Das Treffen diente dazu, den Stammesführern die Umwandlung des HAPO Centers vorzuschlagen.
Welches Gebäude soll in ein Casino umgewandelt werden?
Es handelt sich um das HAPO Center in Pasco, Washington. Zuvor wurde die Einrichtung 30 Jahre lang in einer Partnerschaft zwischen Franklin County und der Stadt betrieben.
Hat die Yakama Nation dem Projekt bereits zugestimmt?
Nein, bisher gibt es keine Zusage oder Vereinbarung. Die Stammesvertreter haben sich die Idee lediglich angehört, ohne eine endgültige Entscheidung über die Realisierung zu verkünden.
Wer berichtete zürst über die Pläne im HAPO Center?
Die Informationen stammen aus einem Bericht der Yakama Nation Review, der offiziellen Zeitung des Stammes. Darin wurden Aussagen von County-Administrator Brian Dansel zitiert.
Gilt in US-Stammescasinos der deutsche Glücksspielstaatsvertrag?
Nein, der GlüStV 2021 gilt ausschließlich für Angebote auf dem deutschen Markt. Deutsche Spieler genießen nur bei Casinos mit GGL-Lizenz den Schutz durch Einsatzlimits und das Sperrsystem OASIS.
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Über die Autorin

Lisa Lustich
Chefredakteurin & Casino-Testerin
Lisa Lustich testet seit 1997 deutschsprachige Online-Casinos und leitet die Redaktion von Lustich.de. Über 400 veröffentlichte Reviews, zertifizierte Spielerschutz-Beraterin (BZgA-Schulung 2019).
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